Mainzer Trainer freundet sich mit ungeliebter Dreierkette an

Beierlorzer: "312 Sprints - das war schon Wahnsinn"

Achim Beierlorzer (Mi.)

Feierte mit dem 1. FSV Mainz 05 den zweiten Sieg im zweiten Spiel: Coach Achim Beierlorzer (Mi.). Getty Images

"Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, dass wir uns wegen des 0:1 keinen Kopf machen müssen. Nach der Pause mit der Dynamik und dem Tempo, mit, ich glaube, 312 Sprints - das war schon Wahnsinn", freute sich Achim Beierlorzer über sein gelungenes Heimdebüt bei "DAZN". Sogar mit der defensiven Dreierkette, die eigentlich nicht zu seinen bevorzugten taktischen Varianten zählt, kann sich Beierlorzer so anfreunden: "Es war nie mein System, aber wenn man das mit den offensiven Außen so spielt, gefällt es mir schon gut."

Matchwinner der Partie war letztlich Joker Adam Szalai, den Beierlorzer in der 57. Minute nach dem 1:1 in einem offensiven Wechsel für Danny Latza gebracht hatte. "Das war schon vorher der Plan. Adam mit seiner Präsenz und Wucht, das Tor ist genau für ihn gemacht, den Körper reinstellen, sich drehen - das ist auch einmalig, wie er das macht. Es war auch gar nicht so leicht, da der Kopfball als Aufsetzer kam", lobte Beierlorzer den Ungarn, der seinen Treffer zum 2:1 selbst eher herunterspielte: "Ich muss eigentlich nur meinen Körper reinstellen, Karim macht das riesig. Ich freue mich besonders, zumal ich drei Tage raus aus dem Training war und nicht klar war, ob ich dabei sein kann."

Spielersteckbrief Szalai

Szalai Adam

Spielersteckbrief Onisiwo

Onisiwo Karim

Trainersteckbrief Beierlorzer

Beierlorzer Achim

Auch Karim Onisiwo, der mit der unfreiwilligen Hilfe des Frankfurter Abwehrspielers Martin Hinteregger zuvor für den Ausgleichstreffer gesorgt hatte, war natürlich zufrieden. "Es war wichtig, im Derby nach dem 5:1 in Hoffenheim einen draufzusetzen. Wir haben eine kleine Serie gestartet, die wir nun fortsetzen wollen", sagte der Österreicher, der auch Beierlorzer lobte: "Er hat auf jeden Fall Schwung reingebracht und an ein paar Schrauben gedreht." Genau diesen Schwung will der neue Coach jetzt möglichst ohne größere Zwänge von außen nutzen: "Die Mannschaft ist gierig und will. Der Trainer darf sie jetzt auf keinen Fall aufhalten", so Beierlorzer grinsend.

jom

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