Bundesliga

Maier mischt wieder mit

Hertha: Der Hoffnungsträger ist zurück

Maier mischt wieder mit

Herthas Arne Maier

Seine Ballsicherheit tut den berlinern gut: Herthas Arne Maier. imago images

Am Dienstagnachmittag kehrte U-21-Vize-Europameister Maier planmäßig ins Mannschaftstraining zurück. "Mit dem Knie ist wieder alles in Ordnung", sagte Herthas Eigengewächs nach der Einheit. "Ich möchte vor Weihnachten noch ein paar Spiele machen."

Trainer Ante Covic muss jetzt abwägen, wie schnell er den Rückkehrer wieder in den Bundesliga-Betrieb eingliedert. Er weiß, dass Hertha Maiers Ballsicherheit, Passpräzision und Übersicht gut gebrauchen kann - aber angesichts der langen Pause wäre zu viel Risiko eher schädlich. "Arne ist voller Gier und Ehrgeiz", sagte Covic. "Er weiß gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, außerhalb von Autogrammstunden das Hertha-Jersey zu tragen. Er sehnt sich danach, es auf dem Platz überzustreifen. Aber wir müssen genau beobachten, wie sein Körper auf die Belastung reagiert. Die große Kunst wird sein, ihn zum richtigen Zeitpunkt zu bringen." Das Spiel am Sonntag beim FC Augsburg, räumte Covic ein, "käme extrem früh für ihn".

Zuletzt beim 0:5 in Leipzig im Einsatz

Maiers bislang letzter Einsatz in der Liga liegt fast acht Monate zurück (beim 0:5 in Leipzig Ende März). Wegen eines Innenbandanrisses im Knie hatte er das letzte Saisonviertel verpasst, war aber von Coach Stefan Kuntz für die U-21-EM im Sommer in Italien und San Marino nominiert worden.

Maier stand im Auftaktspiel gegen Dänemark (3:1) in der DFB-Startelf und wurde zur Pause ausgewechselt. Beim folgenden 6:1 gegen Serbien brachte Kuntz Maier nach 67 Minuten von der Bank, der Berliner markierte in der Nachspielzeit mit seinem Tor den Endstand. Im Halbfinale gegen Rumänien (4:2), als Maier nach 88 Minuten Maxi Eggestein ablöste, kam ein weiterer Joker-Einsatz hinzu - bis heute die letzten Pflichtspielminuten für das Top-Talent.

Dass er mit seinen Qualitäten Hertha im ersten Saisondrittel fehlte, steht außer Frage. "Arne ist ein sehr unbekümmerter Spieler, der immer den Ball haben möchte. Er strahlt im Zentrum Dominanz aus", lobte Covic, dessen Spieler am Dienstag in der ersten Trainingseinheit der neuen Woche viel Temperament versprühten. Manager Michael Preetz verfolgte die Einheit als Zuschauer und sah neben rassigen Zweikämpfen auch einen lautstarken Disput zwischen Thomas Kraft und Dodi Lukebakio, der sich am Defensivverhalten des belgischen Angreifers entzündete. Covic: "Dass Feuer im Training ist, ist erfreulich. Das zeigt, dass Leben in der Mannschaft ist."

Arne ist ein sehr unbekümmerter Spieler, der immer den Ball haben möchte. Er strahlt im Zentrum Dominanz aus.

Ante Covic

Nicht auf dem Platz stand wegen eines Infekts Innenverteidiger Karim Rekik. Der von der tschechischen Nationalmannschaft bereits zurückgekehrte Mittelfeldspieler Vladimir Darida arbeitete regenerativ in der Kabine.

Steffen Rohr

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