Ausfälle von Aigner und Titsch Rivero "gut kompensiert"

Rehm: "Und das, nachdem wir die Schießbude der Liga waren"

Rüdiger Rehm

Zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm. imago images

"Dem Titsch und Stefan Aigner wünsche ich natürlich gute Besserung, das sah übel aus. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist", richtete Gästetrainer Frank Schmidt das Wort auf der Pressekonferenz an die beiden Spieler. Und tatsächlich hatte es nicht nur übel ausgeschaut. Titsch Rivero wurde noch am Spielfeldrand die aufgeplatzte Lippe genäht, anschließend ging es für den 29-Jährigen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus. Aigner, das wurde früh bestätigt, hatte sich einen Nasenbeinbruch zugezogen.

Minutenlang agierten die Wiesbadener in teilweise doppelter Unterzahl. Erst in der 27. Minute konnte SVWW-Coach Rüdiger Rehm den ersten Wechsel vollziehen. Nicklas Shipnoski kam für Aigner, Titsch Rivero wurde weiterhin behandelt und erst in der 32. Minute durch Paterson Chato ersetzt. Eine Phase, "in der das Spiel entgegen unserer Richtung" hätte kippen können, sagte Rehm, doch Heidenheim schlug keinen Profit aus der Situation - Robert Leipertz versagten vor Schlussmann Heinz Lindner die Nerven (29.).

Mit dem Quäntchen Glück aus Stuttgart hätten wir das Spiel hintenraus für uns entscheiden können.

Rüdiger Rehm

Sein Team sei ohnehin "nicht gut im Spiel" gewesen, hinzu kamen dann noch "diese zusätzlichen Sachen", befand Rehm. Dennoch hätten die übrigen Spieler den Schock gut verkraftet und die Ausfälle zweier "extrem wichtiger Spieler sehr gut kompensieren können. Vor allem in der zweiten Hälfte." Wiesbaden, das ohnehin schon sehr defensiv agierte, ließ noch weniger zu und hätte, so Rehm, "mit dem Quäntchen Glück aus Stuttgart das Spiel hintenraus für uns entscheiden können".

Letztlich setzte sich aber keines der Teams durch. Zu Recht, wie der Coach befand. "Das Unentschieden war das absolut richtige Ergebnis." Ein Blick auf die Statistik, den Rehm auf dem Podium warf, bestätigte dies, obgleich "die Spielanteile auf Seiten der Heidenheimer waren". Dies sei aber durchaus so einkalkuliert gewesen, schließlich lag der Fokus auf der Defensive. Nun aber hat Wiesbaden "in drei Spielen zweimal zu Null gespielt - und das, nachdem wir die Schießbude der Liga waren. Die haben wir nun geschlossen."

kög