Hoffenheims Torjäger durchlebt seine schwierigste Leidenszeit

Kramaric: "Ich werde bald wieder stark zurückkommen"

Andrej Kramaric

Hoffenheims Andrej Kramaric

Im Winter 2016 war der Kroate aus Leicester zur TSG gestoßen. Von den 119 Bundesligaspielen, die die Kraichgauer inklusive der abgelaufenen Saison seither bestritten, stand Kramaric in erstaunlichen 113 Partien auf dem Platz, in zwei weiteren immerhin im Kader, wurde aber aus Belastungsgrünen geschont, ein Spiel verpasste er wegen einer Gelb-Rot-Sperre. Nur drei Einsätze in der Liga hatte der Vizeweltmeister in dreieinhalb Jahren wegen Blessuren verpasst. Umso bemerkenswerter, da Kramaric meist auch zu den laufstärksten Hoffenheimer zählte.

Kramaric: "Es trifft jeden Mal"

Nun hat der 28-Jährige gleich die ersten drei Spiele in der neuen Saison am Stück verpasst. Eine völlig neue Situation für den bislang so robusten Offensivspieler. Lange ungeklärte Schmerzen im rechten Knie verhinderten eine geregelte Vorbereitung. Zuletzt hatte sich Kramaric in der kroatischen Heimat einer Arthroskopie unterzogen, bei der eine Schleimbeutelfalte geglättet wurde, die die Beschwerden verursacht haben könnte. "Ich fühle mich gut und bin zuversichtlich"; versichert Kramaric gegenüber dem kicker, "aber wie es genau ist, werde ich erst dann sehen, wenn ich wieder richtig trainieren kann." Gewisse Übungen und Belastungen hatte das Gelenk auch vorher toleriert, doch bei längerem Laufen, gingen die Beschwerden wieder los.

Im ständigen Austausch mit Trainer Alfred Schreuder

Davon ist er noch einiges entfernt, es ist damit zu rechnen, dass Kramaric noch einige Spiele der TSG verpassen wird. "Natürlich vermisse ich es, auf dem Platz zu stehen, zumal ich Verletzungen eigentlich nicht gewohnt bin. Aber so ist das im Fußball, es trifft jeden Mal", so Kramaric, "und es ist ja bei mir auch keine schlimme Verletzung. Ich werde bald wieder stark zurückkommen."

Darauf hoffen sie alle im Kraichgau, schließlich fehlt der TSG der bedeutendste Torschütze und Vorlagengeber der vergangenen Jahre. Da wäre in diesen Umbruchzeiten dieser Stabilisator besonders wichtig. "Über das veränderte Team kann ich noch nicht so viel sagen, da ich bisher kaum trainiert habe", so Kramaric, "mit unserem neuen Trainer Alfred Schreuder bin ich im ständigen Austausch, wir reden viel miteinander, und er hofft natürlich auch, dass ich schnellstmöglich zurückkomme." Das dürfte freilich frühestens nach der nächsten Länderspielpause der Fall sein, frühestens. Vor Kramaric liegt schließlich eine komplett nachzuholende Vorbereitung.

Michael Pfeifer

Gut verstärkt oder Ziele verfehlt? Transferbilanz der 18 Bundesligisten