HSV-Trainer über den Umgang mit seinem Profi

Klartext von Hecking wegen Jatta: "Ich finde es unmöglich!"

Dieter Hecking am Donnerstag in Wolfsburg

Zurück in der alten Heimat: Dieter Hecking am Donnerstag in Wolfsburg. imago images

Inzwischen ist Bakery Jatta sogar bei der deutschen U-21-Nationalmannschaft im Gespräch. "Es ist letztendlich Bakas Entscheidung. Im Moment halte ich das noch für weit weg", sagt Dieter Hecking dazu - vor allem aber passt das für ihn "im Moment nicht in die Diskussion rein": Der Fall Jatta macht den Trainer des Hamburger SV nämlich immer noch richtig wütend.

Im Anschluss an das 1:1 im Testspiel beim VfL Wolfsburg am Donnerstag sprach Hecking abermals Klartext: "Ich finde es unmöglich, was da passiert ist!", sagte er. Am Montag hatte das Bezirksamt Hamburg-Mitte die Ermittlungen gegen Jatta eingestellt, nachdem ein Bericht der "Sport Bild" Anfang August Zweifel an dessen Identität gestreut hatte.

Entschuldigung? "Da ist gar nichts gekommen bis jetzt"

"Ich habe noch nirgendwo gelesen, dass sich irgendeiner bei ihm entschuldigt hat. Da ist gar nichts gekommen bis jetzt", kritisierte Hecking. "Wenn man Fehler gemacht hat, kann man auch dazu stehen und nicht noch dumme Kommentare schreiben." Die HSV-Verantwortlichen hatten sich zuletzt besorgt um Jattas Verfassung gezeigt, vor allem die hässlichen Pfiffe beim Spiel in Karlsruhe hatten den Gambier getroffen.

In Wolfsburg wurde er am Donnerstag in der 64. Minute eingewechselt, beim Aufwärmen bedachten ihn nicht nur die HSV-, sondern auch die VfL-Fans mit Applaus. "Es gibt doch viele Menschen, die wissen, dass da was passiert ist, was nicht in Ordnung war - vom ersten Tag an, als das aufgekommen ist", so Hecking. Die Unterstützung, die Jatta nun erfahre, sei auch "ein Zurückgeben dessen, was man hätte verhindern können".

jpe

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