Kontrakt bis 2020

Rosen bestätigt: Szalai-Vertrag verlängert

Adam Szalai

Zukunft ungewiss: Adam Szalai. picture alliance

"Ich kann bestätigen, dass sich der Kontrakt aufgrund einer an eine bestimmte Zahl von Einsätzen gekoppelte Option um ein Jahr verlängert", erklärte Alexander Rosen auf kicker-Nachfrage. "Wir hatten einen vertrauensvollen Austausch schon zu dem Zeitpunkt der vergangenen Saison, als die Option griff, und haben diesen natürlich immer noch", so der Direktor Profifußball. Szalais Arbeitspapier wäre am Samstagabend ausgelaufen, folglich hätte der Ungar ab Sonntag, also einen Tag nach dem Auftakt, nicht mehr bei den Kraichgauern mittrainieren können.

Der Mittelstürmer genießt hohe Wertschätzung beim vorjährigen Bundesliga-Neunten, da er in den letzten Spielzeiten zwar nicht gesetzt war, dies aber klaglos akzeptierte. Darüber hinaus demonstrierte er seine Qualitäten als Torjäger aus der zweiten Reihe mit sechs Liga-Toren 2018/19 (2017/18: 5, 2016/17: 8).

Doch bleibt Szalai auch?

Der neue Vertrag ist nicht automatisch mit einem Verbleib des 31-Jährigen gleichzusetzen. Denn klar ist, dass Joelinton, Ishak Belfodil und Andrej Kramaric, der aber auch von der Zehn oder Acht kommen kann, bessere Einsatzchancen haben. "Adam ist ein verdienter Spieler, der sich natürlich Gedanken um seine Zukunft macht", betont Rosen. Aus Szalais Umfeld war zuletzt zu hören, dass ein Transfer zum Beispiel zu Trabzonspor, dem ein Interesse nachgesagt wurde, nicht in Frage käme. Szalai wird im Streben nach mehr Einsatzzeiten definitiv nicht jedes Angebot annehmen, Unsummen wären jedoch nicht nötig, um ihn aus Hoffenheim loszueisen - Stichwort "vertrauensvoller Austausch". Sein Trumpf: Im Kader der Ungarn, die gut im Rennen liegen für die EM-Qualifikation 2020, ist er als Stoßstürmer anders als bei der TSG nahezu konkurrenzlos und gesetzt.

Benni Hofmann