Hertha gewinnt Tauziehen um den Serben

Korb für Werder: Grujic bleibt in Berlin

Marko Grujic

Bleibt nach langem Tauziehen in Berlin: Marko Grujic. imago

Der Leihspieler des FC Liverpool hatte nach seinem starken ersten Jahr in Berlin (22 BL-Spiele/5Tore), das ohne seine beiden schweren Bänderverletzungen am Sprunggelenk vermutlich noch beeindruckender ausgefallen wäre, europaweit Interesse geweckt. Aus Italien warb bis zuletzt Atalanta Bergamo um den serbischen Mittelfeldspieler, aus der Bundesliga waren neben Hertha auch Eintracht Frankfurt und Werder Bremen interessiert.

Zwischenzeitlich sahen manche Beobachter Werder in der Pole Position, doch jetzt ist klar: Hertha hat das Rennen um den U-20-Weltmeister von 2015 gewonnen. Nach kicker-Informationen haben der Spieler und sein Berater Fali Ramadani Hertha-Manager Michael Preetz final zugesagt.

Mittelfristig hofft Grujic auf einen Platz in Klopps Kader

Hertha und Grujics Stammverein FC Liverpool hatten sich bereits zuvor über die Rahmendaten einer Fortsetzung der Leihe geeinigt. Ein Verkauf des Spielers war für den Champions-League-Sieger kein Thema. Auch Grujic selbst, der vor seiner Ausleihe nach Berlin in der Rückrunde der Saison 2017/18 an Cardiff City ausgeliehen war, hofft mittelfristig auf einen festen Platz im Team von Jürgen Klopp.

Dass er jetzt eine weitere Saison auf Leihbasis das Hertha-Dress trägt, ist indes durchaus in seinem Sinne. Bereits Ende März hatte der WM-Teilnehmer von 2018 in einem kicker-Interview erklärt: "Wenn Liverpool mich im Sommer nochmal ausleihen möchte, würde ich gerne in Berlin bleiben. Aber die Situation ist nicht so einfach, weil ich nicht allein entscheide."

In der Tat mussten in den vergangenen Wochen verschiedene Interessen - von Liverpools Seite, von Beraterseite, von Berliner Seite - gebündelt werden. Das kostete Zeit und verlief zeitweise zäh. Jetzt ist klar: Herthas Geduld hat sich ausgezahlt.

Lazaro wechselt Anfang der Woche zu Inter

Mit Valentino Lazaro (23) wird ein Berliner Leistungsträger Anfang der kommenden Woche für eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro zu Inter Mailand wechseln und beim Vorjahresvierten der Serie A einen Vertrag bis 2024 signieren. Mit Marko Grujic bleibt ein anderer Schlüsselspieler an Bord.

Steffen Rohr

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