2. Bundesliga 2016/17, 23. Spieltag
18:50 - 21. Spielminute

Tor 1:0
Polter
Kopfball
Vorbereitung Parensen
Union

19:13 - 44. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Puncec
Union

19:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Union)
Pogatetz
für Hedlund
Union

19:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Würzburg)
Rama
für Benatelli
Würzburg

19:39 - 53. Spielminute

Spielerwechsel (Würzburg)
F. Müller
für Junior Diaz
Würzburg

19:44 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Schröck
Würzburg

19:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Würzburg)
Königs
für Pisot
Würzburg

20:08 - 82. Spielminute

Tor 2:0
Kreilach
Linksschuss
Vorbereitung Polter
Union

20:09 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Parensen
Union

20:10 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Union)
Redondo
für Skrzybski
Union

20:14 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Kurzweg
Würzburg

20:15 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Union)
Kessel
für Kroos
Union

20:18 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Redondo
Union

20:16 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
E. Taffertshofer
Würzburg

FCU

WÜR

Union Berlin springt vorübergehend auf Rang zwei

Kreilach nimmt der Partie die Spannung

Sebastian Polter

Der Moment nach dem Torerfolg: Berlins Wintertransfer Sebastian Polter trifft zum dritten Mal im Trikot der Eisernen. Picture Alliance

Union Berlins Trainer Jens Keller musste gegenüber dem 2:0 beim TSV 1860 München auf einer Position wechseln: Stammtorwart Busk fiel wegen einer Muskelverletzung aus, sodass Mesenhöler zu seiner Zweitliga-Premiere kam. Der 21-Jährige hatte bereits im Pokal in Dortmund (0:3 i.E.) zwischen den Pfosten gestanden.

Bei den Gästen aus Unterfanken kehrte nach dem 1:1 im fränkischen Derby gegen Fürth Schoppenhauer nach einer Gelbsperre zurück. Dadurch konnte Coach Bernd Hollerbach erstmals seit Wochen wieder mit dem Innenverteidiger-Gespann Schoppenhauer/Neumann planen und wechselte taktisch zurück zur Viererkette. Müller saß gegen Union zunächst auf der Bank.

Union gleich spielbestimmend

Die Eisernen begannen im heimischen Stadion an der Alten Försterei enorm spielbestimmend und hatten dementsprechend auch die erste Möglichkeit. So ließ sich Schoppenhauer von Skrzybski vernaschen und hatte Glück, dass Schröck den Schuss des Gegenspielers noch abwehrte (5.). Auch sonst ging es in den Anfangsminuten fast nur in Richtung des Gehäuses von Ex-Union-Profi Wulnikowski, der von 1999 bis 2004 für die Eisernen gespielt hatte. Erst nach einer knappen Viertelstunde präsentierten sich die ansonsten sehr defensiv eingestellten Gäste das erste Mal vor Mesenhöler. Aus dem Nichts hatte Ernst eine Eins-gegen-eins-Möglichkeit, scheiterte aber am Berliner Schlussmann (14.).

Es blieb vorerst die einzige gefährliche Aktion, denn ansonsten agierten die Unterfranken harm- und mutlos. Ganz anders die Berliner, die sich von der Würzburger Großchance nicht aus dem Konzept bringen ließen und stattdessen ihrerseits weiter nach vorne spielten - und sich nach einer Kroos-Ecke auch belohnten: Parensen verlängerte die Hereingabe des Kapitäns per Kopf an den Fünfer, wo Polter den Ball ins Tor köpfte (21.).

Puncec sieht Gelb-Rot

Der Führungstreffer unterstrich den bis dato herrschenden Spielverlauf, denn von Würzburg kam weiterhin nur wenig. Die seltenen Angriffe der Unterfranken waren aber stets gefährlich: Soriano köpfte neben (37.), Schröck schoss über das Tor (40.).

Sekunden vor dem Pausenpfiff schwächten sich die Köpenicker dann selbst. Puncec schlug zum zweiten Mal binnen nicht einmal zehn Minuten gegen Soriano den Arm aus. Die Folge: Gelb-Rot für den Innenverteidiger (44.). Beinahe wäre beim Freistoß nach dem Platzverweis sogar noch der Ausgleich gefallen, Mesenhöler parierte glänzend gegen Taffertshofer (45.).

Keller flickt - Würzburg erhöht das Tempo

2. Bundesliga, 23. Spieltag

Keller reagierte zur Pause und flickte mit Pogatetz das Loch in der Viererkette. Dafür opferte er Offensivmann Hedlund. Hollerbach wechselte ebenfalls und ersetzte Benatelli durch Rama. Der 47 Jahre alte Coach der Unterfranken sah zu Beginn des zweiten Durchgangs eine verbesserte, weil mutigere und aktivere Würzburger Mannschaft. Richtig ernsthaft gefährden konnte sie Mesenhöler aber noch nicht, obwohl Union in Unterzahl nur noch das Nötigste tat.

FWK: Ballbesitz, aber kaum Gefahr

Die Würzburger liefen weiter geduldig an und hatten nun deutlich mehr Spielanteile. Die Berliner konzentrierten sich fast ausschließlich auf die Defensive und machten die Räume mit einem 4-3-2 extrem eng. Offensiv trat die Keller-Elf gelegentlich mit harmlosen Freistößen aus dem Halbfeld oder langen Bällen auf den alleingelassenen Polter in Erscheinung. So ging es mit dem minimalen Vorsprung in die Schlussviertelstunde.

Dort nahm Kreilach der Partie letztlich die Spannung. Der Kroate umkurvte Wulnikowski durch eine saubere Bewegung und schob zum 2:0 ein (82.).

Spieler des Spiels

Sebastian Polter Sturm

2
Spielnote

Union boxte sich in Unterzahl verdient durch, Würzburg hatte nach der Pause zwar ein optisches Übergewicht, konnte aber keine Chancen mehr herausspielen.

3
Tore und Karten

1:0 Polter (21', Kopfball, Parensen)

2:0 Kreilach (82', Linksschuss, Polter)

Union

Mesenhöler 2,5 - Trimmel 2, Leistner 2, Puncec 4 , Parensen 2,5 - Kroos 2,5 , Fürstner 2,5, Skrzybski 3 , Kreilach 2,5 , Hedlund 3 - Polter 2

Würzburg

Wulnikowski 3 - Pisot 3,5 , Schoppenhauer 3, S. Neumann 3,5, Kurzweg 4 - Schröck 3,5 , Benatelli 4,5 , Junior Diaz 4 , E. Taffertshofer 3,5 , S. Ernst 3,5 - Soriano 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Robert Kampka Mainz

4
Spielinfo

Stadion

Stadion An der Alten Försterei

Zuschauer

19.875

Die Köpenicker sind am kommenden Freitag (18.30 Uhr) beim FC St. Pauli zu Gast. Würzburg hat es einen Tag später, am Samstag (13 Uhr), vor heimischer Kulisse mit Dynamo Dresden zu tun.

kon