Bundesliga 2015/16, 18. Spieltag
15:54 - 25. Spielminute

Tor 0:1
Dante
Linksschuss
Vorbereitung R. Rodriguez
Wolfsburg

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Fabian
für Seferovic
Frankfurt

16:42 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Huszti
Frankfurt

16:48 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
S. Jung
für Caligiuri
Wolfsburg

16:52 - 66. Spielminute

Tor 1:1
Meier
Rechtsschuss
Vorbereitung Aigner
Frankfurt

16:59 - 73. Spielminute

Tor 2:1
Meier
Rechtsschuss
Vorbereitung Aigner
Frankfurt

17:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Bendtner
für Kruse
Wolfsburg

17:05 - 79. Spielminute

Tor 2:2
Schürrle
Rechtsschuss
Vorbereitung S. Jung
Wolfsburg

17:11 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Hasebe
Frankfurt

17:12 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
M. Schäfer
für Draxler
Wolfsburg

17:19 - 90. + 3 Spielminute

Tor 3:2
Meier
Linksschuss
Frankfurt

17:18 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Ignjovski
für Aigner
Frankfurt

SGE

WOB

VfL verliert erstmals unter Hecking gegen Frankfurt

Meier stellt alles in den Schatten

Frankfurter Matchwinner: Alex Meier schoss den VfL fast im Alleingang ab.

Frankfurter Matchwinner: Alex Meier schoss den VfL fast im Alleingang ab. Getty Images

Die Frankfurter Eintracht verstärkte sich im Winter mit Huszti, Fabian und Ayhan. Von dem Trio schaffte es lediglich der Ungar auf Anhieb in die Startelf, während Fabian und Ayhan auf der Bank Platz nahmen.

Auf der anderen Seite plagten Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking, der mit dem VfL noch nie gegen die Frankfurter verloren hatte, größere Personalsorgen: Im defensiven Mittelfeld fehlte Arnold (Kniereizung), während es bei Luiz Gustavo (nach Knieproblemen) nur zu einem Platz auf der Bank reichte. Außerdem musste Dost (Mittelfußbruch) im Sturmzentrum ersetzt werden. Hecking entschied sich dazu, die Last auf die Schultern von Kruse und Schürrle zu verteilen.

Nach einer zerfahrenen Anfangsphase waren es die Wölfe, die sich die Spielmachermütze aufsetzten und das Kommando ergriffen. Der VfL setzte sich mit zunehmender Spieldauer am gegnerischen Strafraum fest und kam dann auch rasch zu ersten Torchancen: Draxler (13.), Kruse (15.) und Caligiuri (18.) verpassten es jedoch, die klar feldüberlegenen Niedersachsen in Führung zu bringen.

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Letztlich war ein ruhender Ball vonnöten, um den Bann zu brechen. Abraham war bei einer Rodriguez-Freistoßflanke von rechts nicht auf der Höhe und ließ Dante zu viel Raum. Der Brasilianer bedankte sich und drückte das Leder aus kürzester Distanz über die Linie (25.). Die Führung war absolut verdient, denn bei den Frankfurtern lief im Grunde nichts zusammen. Eine hohe Fehlerquote, wenig strukturierte Spielzüge und keine zwingenden Aktionen sorgten dafür, dass die Niedersachsen wenig Mühe hatte, ihre Führung zu verwalten.

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Einzig positiv aus Sicht der Hessen war, dass sie nach einem schwachen ersten Durchgang nur mit einem 0:1 in Kabine mussten. Das lag auch an der Tatsache, dass es die Wolfsburger verpassten, nachzulegen. Schürrle (32.), Draxler (40.) und insbesondere Caligiuri (42.) ließen vielversprechende Möglichkeiten ungenutzt.

Veh wechselte in der Pause und brachte Neuzugang Fabian für den unauffälligen Seferovic. Es war aber nicht der Mexikaner, der unmittelbar nach Wiederanpfiff im Rampenlicht stand, vielmehr prüfte Aigner per Kopf VfL-Schlussmann Benaglio (46.). Das war der Auftakt einer guten Phase der Eintracht, die sichtlich verbessert aus der Halbzeit kam - offenbar hatte Veh die richtigen Worte gefunden.

Neben den richtigen Worten gab es auch eine taktische Maßnahme des 54-Jährigen, die funktionierte. Das Mittelfeld wurde durch die Einwechslung von Fabian verdichtet und stand nun kompakter. Das Dolce Vita der Wölfe hatte ein jähes Ende gefunden, das Spiel wurde offener und Huszti per direktem Freistoß (49.) sowie Fabian aus fünf Metern (50.) unterstrichen die neuen Ambitionen der Hausherren.

Frankfurt wie ausgewechselt - Schürrles Premiere

Bejubelt sein erstes Saisontor: André Schürrle.

Bejubelt sein erstes Saisontor: André Schürrle. Getty Images

In der 64. Minute hatten die Wölfe aber die Doppelchance auf die Vorentscheidung, doch Schürrle scheiterte an Hradecky und Kruse an Dante. Es war eine weitere Möglichkeit, die die Wölfe liegen gelassen hatten. Die Strafe dafür blieb nicht aus: Nach Fabians Ballgewinn im Mittelfeld ging es schnell, das Leder landete bei Aigner, der per Kopf für Meier auflegte. Dieser fackelte nicht lange und versenkte den Ball per Drehschuss aus elf Metern im Netz (66.).

Hecking beschwerte sich an der Außenlinie, weil er bei Fabians Ballgewinn ein Foul an Träsch gesehen haben wollte, was man auch als neutraler Beobachter durchaus so hätte werten können. Kircher war anderer Meinung, und der Treffer zählte in letzter Konsequenz.

Damit nicht genug, denn urplötzlich merkten die Hessen, dass etwas möglich war und legten nach: Wieder war es Meier, der den Unterschied ausmachte. Der SGE-Knipser vom Dienst drosch den Ball wuchtig aus 16 Metern in die Maschen und stellte das Spiel auf den Kopf (73.).

Nun stand der VfL plötzlich in der Bringschuld und beglich diese: Der eingewechselte Ex-Frankfurter Jung marschierte auf der rechten Seite und flankte nach innen zu Schürrle, der auf 2:2 stellte und sein erstes Saisontor bejubelte (79.). Danach legten die Wölfe noch eine Schippe drauf und wollten nun alles: Schürrle (81., 82.), Naldo per Freistoß (85.) und Vieirinha (90.) hatten kein Abschlussglück. Wie man es besser machte, das zeigte Meier auf der anderen Seite. Frankfurts "Fußballgott" stand in der dritten Minute der Nachspielzeit goldrichtig, um eine von Naldo abgefälschte Fabian-Flanke im Tor unterzubringen und so den vielumjubelten Dreier perfekt zu machen.

Am 19. Spieltag treten die Hessen beim FC Augsburg an (Samstag, 15.30 Uhr). Die Niedersachsen empfangen tags darauf zur gleichen Zeit den 1. FC Köln.

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Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg