2. Bundesliga 2013/14, 19. Spieltag
18:59 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Novikovas
Aue

19:00 - 31. Spielminute

Tor 1:0
Ulm
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Adler
Sandhausen

19:43 - 56. Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
Sylvestr
für Novikovas
Aue

20:01 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
Benatelli
für Diring
Aue

20:07 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
König
für Nickenig
Aue

20:11 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Sandhausen)
D. Schulz
für Ulm
Sandhausen

20:17 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
M. Fink
Aue

20:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Sandhausen)
Kulovits
für Knoll
Sandhausen

SAN

AUE

Sandhausen distanziert Aue auf sechs Zähler - Fink fehlt

Ulm schießt den SVS ins Winterglück

Aues Schlussmann Männel

Hatte keine Chance, das 0:1 aus seiner Sicht zu verhindern: Aues Schlussmann Männel. picture alliance

Sandhausens Trainer Alois Schwartz zeigte sich nach dem 0:0 in Aalen für drei personelle Veränderungen verantwortlich: Zimmermann, Stiefler (beide Muskelfaserriss) und Löning wurden durch Achenbach, Ulm und Blum ersetzt. Ebenso viele Wechsel nahm auf der anderen Seite Falko Götz nach dem 0:0 gegen Ingolstadt vor: Benatelli, Sylvestr und Gonzalez (mit Rückenproblemen auf der Bank) mussten für Nickenig (zurück nach langer Verletzungspause), Diring und Okoronkwo weichen. Außerdem fehlte noch Kocer gänzlich (5. Gelbe Karte).

Besonderes Weihnachtsgeschenk

Der Trainer der Auer zeigte sich vorab nochmals enttäuscht aufgrund des jüngsten Ergebnisses gegen den FCI, als sein Team rund 50 Minuten in Überzahl kein Tor zustande brachte: "Wir haben teilweise hohe Bälle gebracht, der Mijatovic lacht sich wahrscheinlich heute noch kaputt." Den Fans sollte demnach zum Jahresabschluss noch ein kleines Geschenk bereitet werden - der 100. Zweitligasieg, mit dem die Veilchen außerdem mit dem SVS von den Punkten her gleichziehen würden. Gutes Omen: In drei Aufeinandertreffen in 2. Liga und in vier in der 3. Liga gab es noch keinen Erfolg für den SVS (drei Unentschieden, vier Siege für den FCE).

Ball für den SVS, Chancen für den FCE

Die ersten Minuten gehörten beinahe komplett den Hausherren - von den Spielanteilen her. Mit dem aufgezogenen Flachpassspiel fand der SVS nämlich kaum Lücken im extrem tiefstehenden Mauerwerk der Veilchen. Okoronkwo positionierte sich dabei als vorderster Angreifer an der Mittellinie, der komplette Rest verschob sich rund 40 Metern vor dem eigenen Tor. Das öffnete natürlich kaum Lücken beziehungsweise Raum im und um den Strafraum des FC Erzebirge. Achenbach fand nach einer Ecke immerhin mal Olajengbesi, der Torhüter Männel leicht prüfte (2.). Die besseren Chancen verzeichneten dann die Gäste mit zwei starken Kontern: Novikovas scheiterte erst an Torhüter Riemann, sein nächster Abschluss wurde noch abgefälscht (6. und 8.).

Torschütze Ulm

Markierte den Führungstreffer trocken: Sandhausens Spielmacher Ulm. picture alliance

Novikovas zeigt sich übermütig

Dennoch blieben die Schwarz-Weißen am Ball, zogen ihre Angriffe stets über die Außenbahnen auf. Ein solcher über links sollte dann auch endlich fruchten: Adler hätte die starke Flanke von dort sicher abschließen können, wenn ihm nicht Novikovas etwas stümperhaft in den Rücken gelaufen wäre (30.). Den zu Recht gepfiffenen Elfmeter verwandelte Ulm sicher ins linke Eck (31.). Der FC Erzgebirge presste in der Folge viel offensiver, verpasste jedoch chronisch das finale Zuspiel in den Strafraum. Adler antizipierte kurz vor der Pause noch einmal klasse, brachte nach der Balleroberung aber nur ein extrem ungenaues Zuspiel ins Zentrum (44.).

Der 19. Spieltag

Okoronkwos Doppelpack

In der kurzen Halbzeitpause der Auer schickte Trainer Götz seine Mannen schon extrem früh wieder aufs Feld. Die Trotzreaktion auf die schwache Vorstellung zu Beginn erfolgte jedoch noch nicht: Der SVS presste sehr weit vorne, erstickte so etwaige Kontergelegenheiten für die Veilchen direkt im Keim. Nach einer Ecke kam Aue dann aber doch zum ersten Hochkaräter: Okoronkwo kam nach dieser freistehend an den Ball. Seine Drehung dauerte aber zu lange, sodass der Stürmer nur noch Ulm anschießen konnte. Von dort prallte der Ball zu Nickenig, der Torhüter Riemann voll im Gesicht traf. Unter dem Strich blieben Schmerzen für den Schlussmann des SVS stehen und die erneute Erkenntnis, dass der FC Erzgebirge seine wenigen, aber guten Chancen nicht zu nutzen wusste (50.). Acht Minuten später vertändelte Okoronkwo erneut eine gute Gelegenheit, brauchte dabei für seinen Abschluss viel zu lang.

Sylvestrs Dreierpack

Dieses Bild folgte noch einige Male: Aue hatte durchaus gute Kontergelegenheiten oder Halbchancen, die sie jedoch kläglich vergaben oder mit einem Fehlpass jäh beendeten. Die Partie verflachte mehr und mehr. Immerhin verzeichnete Joker Sylvestr drei ganz passable Abschlüsse (70., 77. und 82.). Das reichte allerdings nicht mehr für den Ausgleich, während die Sandhäuser sich letztlich erfolgreich auf die Defensive konzentrierten. Finale Konter im eigenen Stadion? Komplette Fehlanzeige! Die Kurpfälzer überwintern nun mit 27 Punkten, während die Sachsen mit 21 Zählern im tiefen Keller stecken bleiben. Besonders bemerkenswert: Das Team von Trainer Schwartz profitierte vergangene Spielzeit noch vom Zwangsabstieg der Duisburger und rangiert aktuell schon mit einem Punkt mehr (!) als damals zum Saisonende zu Buche standen.

Spieler des Spiels

Manuel Riemann Tor

1,5
Tore und Karten

1:0 Ulm (31', Foulelfmeter, Linksschuss, Adler)

Sandhausen

Riemann 1,5 - Schauerte 3,5, Olajengbesi 2,5, Kister 2,5, Achenbach 3,5 - Linsmayer 3,5, Tüting 3,5, Adler 3,5, Ulm 3,5 , Knoll 4,5 - D. Blum 4

Aue

Männel 3 - Klingbeil 3,5, Nickenig 3 , Paulus 3,5, Miatke 3,5 - Diring 4 , M. Fink 4 , Fa. Müller 4, Janjic 3,5, Novikovas 5 - Okoronkwo 3,5

Schiedsrichter-Team

Peter Sippel München

2
Spielinfo

Stadion

Hardtwaldstadion

Zuschauer

3.310

Nach der Winterpause geht es für Sandhausen am Freitag (07. Februar, 18.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Energie Cottbus weiter. Aue gastiert dann zeitgleich in Aalen und wird dann versuchen, endlich den 100. Zweitliga-Sieg zu verzeichnen - dabei fehlen wird Fink, der seine 5. Gelbe Karte kassierte.