Bundesliga 2012/13, 12. Spieltag
15:35 - 3. Spielminute

Tor 1:0
Lewandowski
Linksschuss
Vorbereitung M. Götze
Dortmund

15:38 - 5. Spielminute

Tor 1:1
Stieber
Linksschuss
Vorbereitung Zillner
Fürth

15:44 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Lewandowski
Dortmund

15:47 - 15. Spielminute

Tor 2:1
Lewandowski
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Blaszczykowski
Dortmund

15:53 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Perisic
Dortmund

16:05 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Azemi
Fürth

16:14 - 42. Spielminute

Tor 3:1
M. Götze
Rechtsschuss
Vorbereitung Blaszczykowski
Dortmund

16:52 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Schmidtgal
Fürth

16:56 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Reus
für M. Götze
Dortmund

17:02 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Großkreutz
für Gündogan
Dortmund

17:02 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Edu
für Azemi
Fürth

17:11 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Nöthe
für Zillner
Fürth

17:12 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Leitner
für Blaszczykowski
Dortmund

BVB

FUE

Dortmund für die SpVgg eine Nummer zu groß

Götze und Lewandowski tanzen Fürth aus

Robert Lewandowski & Mario Götze

Ausgetanzt: Götze serviert für Lewandowski, der zum 1:0 ins leere Tor einschieben kann.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp konnte nach dem 3:1-Auswärtssieg beim FC Augsburg wieder auf Innenverteidiger Subotic (nach Adduktorenverhärtung) und auf Flügelflitzer Blaszczykowski (nach Teilriss des Syndesmose) zurückgreifen und stellte diese für Felipe Santana und Großkreutz in die Startelf. Überraschend rückte auch Perisic, der unter der Woche mehr Spielzeit gefordert hatte, für Reus in die Mannschaft.

Auch Fürths Coach Mike Büskens überraschte bei seiner Aufstellung und schickte Sturmtank Azemi, die Borussen-Leihgabe Sobiech und den wieder genesenen Zillner (nach Kreuzbandriss) von Beginn an aufs Feld. Im Vergleich zur 2:4-Niederlage gegen Borussia M'gladbach fehlten die gesperrten Kleine (Rot) und Pekovic (Gelb-Rot) sowie Asamoah.

42 Minuten - vier Tore

Schon die Anfangsviertelstunde hatte es in sich: Nach nur drei Minuten zappelte das Leder zum ersten Mal im Netz. Götze tanzte an Nehrig und Sobiech vorbei in den Strafraum und profitierte davon, dass sich beide Fürther Verteidiger bei der jeweiligen Grätsche selbst behinderten. So kam der 20-Jährige erneut an den Ball, legte quer zu Lewandowski, der aus sechs Metern einschieben konnte (3.). Wieder legte die SpVgg einen Fehlstart hin und kassierte ein frühes Gegentor. Den Kleeblättlern gelang aber die postwendende Antwort: Zillner spielte einen Pass in die Nahtstelle der Viererkette, wo Azemi am Ball vorbei trat. So hatte Stieber freie Bahn und chippte das Spielgerät über Weidenfeller hinweg ins Tor (5.).

Nach diesem furiosen Start hatten beide Teams Selbstvertrauen getankt und spielten mutig nach vorne. In der Defensive verhielten sich die Gäste aber teilweise zu naiv. So bekamen die Weiß-Grünen den Ball nicht geklärt. Blaszczykowski bedankte sich und dribbelte von links in den Strafraum. Dort wurde der Flügelflitzer von Nehrig von den Beinen geholt. Schiedsrichter Dr. Drees entschied auf Elfmeter (14.). Lewandowski übernahm die Verantwortung und verlud Grün mit einem Schuss ins linke Eck (15.).

Während Fürth nun nach Stabilität und Sicherheit suchte, nahm Dortmund das Tempo aus dem Spiel, baute geduldig auf und ließ die Kugel laufen. Vor allem Götze und Blaszczykowski waren von der fränkischen Abwehr einfach nicht in den Griff zu kriegen. So leitete das Duo immer wieder gefährliche Angriffe ein (19., 31., 40.).

Fürth war so mit Defensivarbeit beschäftigt. Nach vorne setzten die Franken immerhin vereinzelte Konter. Sararer hatte den Ausgleich auf dem Fuß, traf vom linken Sechzehnereck aber nur den Pfosten (39.). Azemi stand für einen Abstauber bereit, doch Dr. Drees sah den Sturmtank im Abseits. Kurz vor dem Pausenpfiff stellten die Borussen ihre individuelle Qualität einmal mehr unter Beweis: Blaszczykowski steckte für Götze durch, der frei auf Grün zulaufen konnte. Der Spielmacher tanzte erst den Torwart aus und ließ dann auch noch Schmidtgal bei dessen Rettungsaktion ins Leere laufen. Dann schob er aus drei Metern ein (42.).

Zweikampfstark, präzise, souverän

Der 12. Spieltag

Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst nur Mittelfeldgeplänkel zu sehen. Der BVB störte den Spielaufbau der SpVgg schon früh mit aggressiven Pressing und gewann die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld. Auch die Passgenauigkeit war beim deutschen Meister merklich höher. So kam Fürth kaum noch in Strafraumnähe.

Erst Blaszczykowski unterbrach diese Leerlaufphase mit einem unwiederstehlichen Dribbling: Der Pole startete am linken Flügel und ließ bei hohem Tempo gleich drei Gäste-Verteidiger wie Slalomstangen stehen. Endstation war schließlich Grün, der den Schuss aus kurzer Distanz mit einem Blitz-Reflex parierte (58.).

Strafraumszenen blieben auch im weiteren Verlauf Mangelware und kamen wenn überhaupt von den Hausherren. Fürth war komplett abgemeldet, weil der BVB souverän Ball und Gegner laufen ließ.

In der Schlussphase versuchte Büskens mit zwei frischen Stürmern noch einmal neue Impulse zu setzten und brachte Edu (73.) und Nöthe (82.). Beide Angreifer hingen aber völlig in der Luft. Der BVB kontrollierte bis zum Schlusspfiff das Geschehen. Die Partie plätscherte ereignislos dem Ende entgegen.

Für Dortmund steht am Mittwoch (20.45 Uhr) ein vorentscheidendes Spiel in der Champions League bei Ajax Amsterdam statt. In der Bundesliga sind die Borussen am Samstag (15.30 Uhr) in Mainz gefordert. Fürth bestreitet zeitgleich das Franken-Derby und empfängt den 1. FC Nürnberg.