2. Bundesliga 2011/12, 20. Spieltag
13:46 - 16. Spielminute

Gelbe Karte
Soumaré
Karlsruhe

13:48 - 17. Spielminute

Tor 0:1
König
Kopfball
Vorbereitung Fa. Müller
Aue

13:53 - 22. Spielminute

Tor 1:1
P. Groß
Linksschuss
Vorbereitung Calhanoglu
Karlsruhe

14:02 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
Könnecke
Aue

14:14 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
Staffeldt
Karlsruhe

14:41 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Kocer
für Könnecke
Aue

14:42 - 55. Spielminute

Tor 2:1
Steffen Haas
Rechtsschuss
Vorbereitung Calhanoglu
Karlsruhe

14:44 - 56. Spielminute

Rote Karte
Buckley
Karlsruhe

14:44 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Hochscheidt
Aue

14:49 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Männel
Aue

14:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Kempe
für Hensel
Aue

14:52 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Cuntz
für Iashvili
Karlsruhe

15:02 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Schlitte
Aue

15:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Kern
für Schlitte
Aue

15:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Bo. Müller
für Calhanoglu
Karlsruhe

15:16 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
St. Müller
für P. Groß
Karlsruhe

KSC

AUE

KSC behauptet Minimalführung in Unterzahl

Haas' Zaubertor beendet Andersens Horror-Serie

Hakan Calhanoglu, Steffen Haas (KSC), Marc Hensel (FC Erzgebirge Aue)

Setz dich durch und mich später gewinnbringend ein: Maskenmann Steffen Haas beobachtet Teamkollege Hakan Calhanoglu im Zweikampf mit Aues Marc Hensel. Karlsruhes Startelf-Debütant assistierte zweimal. picture alliance

Zweitliga-Schlusslicht Karlsruhe hatte in der Winterpause ordentlich auf dem Transfermarkt gewirbelt, sechs Spieler an Bord geholt. Zum Start ins Fußballjahr 2012 setzte Coach Jörn Andersen auf eine neuformierte Viererkette. Drei Neue fanden sich in der Startformation und eben dort wieder. Soumaré und Rada agierten zentral, Charalambous links. Im Mittelfeld debütierte der erst 17-jährige Calhanoglu. Auf der Gegenseite brachte Aues Trainer seinen einzigen Winter-Neuzugang von Beginn an: Savran stürmte neben König. Kapitän Klingbeil rutschte für verletzten Paulus (Muskelfaserriss) in die Innenverteidigung.

Beide Teams suchten im frostigen Wildpark in einer höhepunktarmen Anfangsphase nach Ballsicherheit. Der KSC verbuchte in der umkämpften Partie die erste Halbchance: Timm behauptete das Spielgerät geschickt, legte es zurück auf Groß. Dessen Schuss nach guter Ballmitnahme war allerdings zu schwach und unplatziert, um Aues Schlussmann Männel vor Probleme zu stellen (4.). Während es den Gästen zunächst an Präzision im Spielaufbau mangelte, blieben die Aktionen der Hausherren strukturierter.

Nach knapp einer Viertelstunde intensivierten die Gäste allerdings ihre Offensivbemühungen. König gab einen ersten Warnschuss ab, der links am Kasten vorbeirauschte. Drei Minuten später stellte Aues Sturmtank sein Visier besser ein: Fabian Müller schnippelte den Ball per Freistoß aus halblinker Position gefühlvoll in den Strafraum. König war unbewacht zur Stelle und köpfte ein.

Erwärmend: Calhanoglu assistiert zum ersten Mal

Die Badener zeigten sich nicht geschockt, drängten unmittelbar auf den Ausgleich: Maskenmann Haas beförderte das Leder nach einer Freistoßflanke von Calhanoglu mit dem Kopf rechts am Gehäuse vorbei (18.). Vier Minuten später wärmte das 1:1 die Heimfans auf, Calhanoglu war erneut der Ausgangspunkt: Der 17-Jährige verlagerte das Spiel auf rechts zu Groß, der ins Zentrum zog und mit einem platzierten Flachschuss ins rechte Eck vollstreckte.

Die Partie gewann nun deutlich an Esprit und Tempo. Nach einer halben Stunde hämmerte Torschütze Groß den Ball nach schöner Ballannahme mit vollem Risiko, aber auch schlechter Schusstechnik am rechten Kreuzeck vorbei. Der KSC baute Druck auf, der Auer Abwehrverbund zeigte sich jedoch gut sortiert und aufmerksam. Im Vorwärtsgang gelang es den Erzgebirger vor dem Kabinengang zudem, bei Kontern auf sich aufmerksam zu machen: Savran nutzte den Ausrutscher Radas, drang energisch in den Sechzehner ein, jagte das Leder dann aber aus spitzem Winkel links vorbei (39.). Kurz vor der Pause wurden zwei Schussversuche von König in vielversprechender Position geblockt (45.).

Der 20. Spieltag

Die Karlsruher kamen nach Wiederanpfiff erneut couragiert aus der Kabine. Während die Hausherren spielbestimmend blieben, legten die "Veilchen" ihr Augenmerk weiterhin auf eine geordnete Defensive. Diese war in der 55. Minute jedoch bei einem herrlichen Spielzug des Schlusslichts machtlos: Haas suchte den Doppelpass mit Calhanoglu. Der Deutsch-Türke lupfte den Ball sehenswert zurück zum Ex-Offenbacher, der ihn direkt nahm und per Heber ins Tor beförderte.

Keine 60 Sekunden nach der Führung erwies Buckley seinen Farben einen Bärendienst: An der Seitenauslinie zuvor ebenso wie Iashvili zu Fall gebracht, steuerte der Südafrikaner auf Hochscheidt zu, hatte seine Hand nicht unter Kontrolle und berührte den Auer – Referee Thorsten Schriever wertete Buckleys Vergehen als Tätlichkeit zückte glatt "Rot".

Die restlichen Minuten im Wildpark waren geprägt von großer Hektik und geringer spielerischer Klasse. Aue hatte in Überzahl nun mehr von der Partie, der KSC entdeckte das Konterspiel für sich. Chancen waren indes hüben wie drüben dennoch nun absolute Mangelware. Aue drang in der Schlussphase immer tiefer in die Spielhälfte der Hausherren ein, probierte es ohne spielerische Impulse aber meist mit der Brechstange. Immer wieder segelte der Ball in den Strafraum, doch der KSC verteidigte aufopferungsvoll und brachte die Minimalführung und den ersten Sieg unter Trainer Jörn Andersen mit leidenschaftlichem Kampf über die Zeit.

Der Karlsruher SC ist am kommenden Samstag in Braunschweig gefordert. Für Aue geht der Zweitliga-Betrieb bereits tags zuvor weiter: Am Freitag genießen die Erzgebirger Heimrecht gegen den TSV 1860 München.