Bundesliga

Ole Werners Kaderbaustellen bei Werder Bremen

Richtige statt schnelle Entscheidungen auf dem Transfermarkt

Werners Kaderbaustellen: "So früh wie möglich, aber…"

Hat Kandidaten auf dem Zettel, will bei Neuzugängen aber nichts überstürzen: Ole Werner.

Hat Kandidaten auf dem Zettel, will bei Neuzugängen aber nichts überstürzen: Ole Werner. IMAGO/Nordphoto

Es liegt mittlerweile schon einige Tage zurück, dass der SV Werder Bremen seine bisherigen Neuzugänge für die neue Saison verkündet hat: Niklas Stark, Amos Pieper, Dikeni Salifou. Andere Transfers haben sich seither zerschlagen, der von Sarpreet Singh etwa oder auch der von Daniel-Kofi Kyereh. Derweil rüstet die Bundesliga-Konkurrenz gerade mächtig auf: Sadio Mané, Mario Götze, wahrscheinlich noch mit Sebastien Haller. "Bei den dreien sind wir dann wohl raus aus dem Rennen", sagte Ole Werner am Mittwochvormittag, dem Tag des Trainingsauftakts beim Aufsteiger. Nur ein Scherz, natürlich.

Tatsächlich so gemeint war es dann hingegen, als der Chefcoach mit Blick auf die Werder-Kaderplanung betonte, dass "wir sicherlich noch was machen müssen und was machen werden". Die Positionen, die man noch verstärken wolle, sind bekannt: Neuzugänge werden für beide Außenbahnen gesucht, für das zentrale Mittelfeld und den Angriff. "Das Transferfenster ist immer noch eine ganze Zeit lang offen", sagt Werner, "mit den Jungs, die wir bisher dazu geholt haben, haben wir einen ersten Schritt gemacht. Aber es ist auch klar, dass in den nächsten Wochen noch etwas passieren wird." Noch gibt es also ein paar Baustellen.

"Schwer, genaue Zusagen zu machen"

Ob das noch vor dem Aufbruch ins Trainingslager in rund einer Woche am 30. Juni der Fall sein wird, will der 34-Jährige nicht abschätzen: "Ich bin immer optimistisch, aber es ist schwer, genaue Zusagen zu machen, weil es von mehreren Seiten abhängt. Du weißt nicht genau, was in so einer Transferphase passiert." Geht es nach Werner, würde er seine Mannschaft natürlich gern "so früh wie möglich" zusammen haben, gerade, "weil du als Aufsteiger viel über mannschaftliche Abläufe und das Gefüge kommen musst".

Werners Hinweis auf die "ganze Saison"

Doch das sei nicht das einzige Kriterium für Neuzugänge. "Im gleichen Atemzug", so der Trainer, will er auch darauf hinweisen, "dass du am Ende des Tages eine Mannschaft für eine ganze Saison zusammen haben möchtest". Heißt: Nur, damit ein Spieler noch mit ins Trainingslager reisen könnte, würde Werder keine unvernünftigen Dinge anstellen, auch aus finanzieller Sicht. "Wichtig ist", so Werner, "dass die Entscheidungen, die man auf dem Transfermarkt trifft, richtig sind und dass sie zur Mannschaft passen - als dass sie schnell passieren". Für den nächsten Werder-Neuzugang könnte also noch etwas Geduld gefragt sein.

Tim Lüddecke

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