Bundesliga

Veljkovics Gelassenheit beim SV Werder Bremen

Mal wieder neue Konkurrenz für den Werder-Verteidiger

Veljkovics Gelassenheit: "Meine Mentalität bleibt gleich"

Milos Veljkovic könnte sich vorstellen, neuer Werder-Kapitän zu werden.

Milos Veljkovic könnte sich vorstellen, neuer Werder-Kapitän zu werden. IMAGO/Nordphoto

Aus Werders Trainingslager in Zell am Ziller berichtet Tim Lüddecke

Die Frage, warum er sich einmal mehr dazu entschieden hat, seine Karriere auch weiterhin beim SV Werder Bremen fortzusetzen, bringt Milos Veljkovic zum Lächeln: "Ich habe doch schon hundert Mal gesagt, dass ich mich hier wohl fühle …" Zwar hätten ihm finanziell durchaus lukrativere Offerten vorgelegen, erzählt er am Mittwochnachmittag im Zillertal, "doch mir war es wichtig, im Rhythmus zu bleiben und auf einem hohen Niveau zu spielen".

Zum einen, sagt der 20-malige serbische Nationalspieler, gilt das hinsichtlich der in wenigen Monaten bevorstehenden Weltmeisterschaft in Katar, "aber auch, weil ich den Verein gerne mag und mich in der Bundesliga zu Hause fühle". Seit seinem Wechsel Anfang 2016 aus der U 21 von Tottenham Hotspur ist Veljkovic nun der Spieler, der durchgängig am längsten im Werder-Kader steht - und damit längst auch Führungsfigur ist. In der Vorsaison war er Teil des Mannschaftsrats, trug bereits vereinzelt die Kapitänsbinde.

Werder-Kapitän? Veljkovic wäre nicht abgeneigt

Könnte er sich vorstellen, dieses Amt nach dem Abgang von Ömer Toprak zur neuen Saison zu übernehmen? "Ja", entgegnet er deutlich, und auf Nachfrage: "Am Ende entscheiden der Trainer und die Mannschaft darüber. Wir haben noch andere Kandidaten dafür - je mehr es davon im Team gibt, desto besser." Ähnlich sieht Veljkovic im Übrigen auch die Thematik, dass Werder für seine Position in Niklas Stark (von Hertha BSC) und Amos Pieper (Arminia Bielefeld) zwei durchaus namhafte Konkurrenten verpflichtet hat: "Das ist gut, es sind zwei erfahrene Spieler."

Im Vergleich zu Stark (199) und Pieper (57) kommt der 26-Jährige bislang auf 129 Einsätze in der Bundesliga. Als ausschlaggebendes Kriterium im Konkurrenzkampf empfindet Veljkovic das aber eher nicht. "Es ist wichtig, sich immer wieder neu zu beweisen. Egal, ob man 300 Bundesliga-Spiele gemacht hat oder als 18-Jähriger. Meine Mentalität bleibt gleich", sagt der Verteidiger, der aller Voraussicht nach vor allem mit Pieper konkurrieren wird: rechts in der Dreierkette.

Veljkovic: "Daraus mache ich kein großes Ding"

Über die Jahre habe er sich jedoch eine gewisse mentale Gelassenheit angeeignet, zumal sich Veljkovic - der indes andere Fußball-Themen abseits der eigenen Leistung versucht aus seinem Kopf herauszuhalten - letztlich meistens durchsetzte. Andernfalls hätte der Serbe ja auch seinen Vertrag in Bremen nicht erneut verlängert. "Für jeden Spieler ist es wichtig, Stammspieler zu sein - für mich auch", erklärt er, "daraus mache ich gar kein großes Ding."

Diese Bundesliga-Neuzugänge für die Saison 2022/23 stehen fest