2. Bundesliga

Thioune: "Ein offenes Visier würde mir gefallen"

Hamburg: Spitzenduell im Volksparkstadion

Thioune: "Ein offenes Visier würde mir gefallen"

Gegen Paderborn gab Daniel Thioune die Richtung vor - gegen Fürth darf es ähnlich laufen.

Gegen Paderborn gab Daniel Thioune die Richtung vor - gegen Fürth darf es ähnlich laufen. imago images

Nutzt der HSV (41 Zähler) beim direkten Aufeinandertreffen mit einem Verfolger eine große Chance? Der Spitzenreiter kann bei einem Sieg gegen das viertplatzierte Fürth (38) den Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsrang auf sechs Punkte ausbauen. Umgekehrt könnte die auswärtsstarke SpVgg (6/3/1) mit den Hanseaten gleichziehen, im besten Fall sogar die Tabellenführung übernehmen und damit die Spitzengruppe (Bochum und Kiel: 39) noch enger zusammenrücken lassen.

Thioune freut sich auf die Aufgabe gegen "eine spannende Mannschaft, die Fußball spielen will". Gegen Fürth, das schon beim glücklichen 1:0-Auswärtssieg der Hanseaten im Hinspiel viel Qualität auf den Platz gebracht habe, brauche es Stabilität, aber man wolle auch selbst "erfrischend nach vorne spielen", gab er die Parole auf der Pressekonferenz am Donnerstag vor.

Dudziak fehlt: Viele Optionen für Thioune

Der 46-Jährige kann gegen die Kleeblättler nicht auf Jeremy Dudziak zurückgreifen, dessen Zerrung einen Einsatz am Wochenende nicht zulässt. Wer den Mittelfeldmotor ersetzen wird? Der HSV-Coach gab Einblick in seine Gedanken, ohne sich "final" festlegen zu wollen: "Aaron (Hunt, Anm. d. Red.) hat gezeigt, dass auf ihn Verlass ist, Manuel Wintzheimer ist auch wieder im Kommen. Auch Khaled Narey könnte zum Einsatz kommen, dafür Sonny (Kittel, Anm. d. Red.) nach innen rücken."

Nachdem die beste Offensive (HSV: 46) auf die zweitbeste (Fürth: 41) trifft: Erwartet Thioune folgerichtig zwei Teams mit offenem Visier? "Ein offenes Visier würde mir gefallen, dann hätten wir viele Räume", lächelte der Coach. "Unser Visier darf halb offen oder vorsichtig geöffnet sein". Soll heißen: Im Gegensatz zum Gastspiel in Aue (3:3) soll es mehr Kontrolle in der Offensive und mehr Aggressivität und Aktivität in der Defensive geben. Also eher so wie beim letzten Heimspiel gegen Paderborn (3:1).

Denn das Ziel für Samstag sei ja klar: "Wir wollen die Punkte im Volkspark behalten und unseren Auftritt auch mit einer richtig guten Leistung untermalen."

jch

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