Bundesliga

Lars Stindl nach der Derby-Pleite: "Wir sind zutiefst enttäuscht"

Gladbach kommt offensiv zu wenig auf

Stindl nach der Derby-Pleite: "Wir sind zutiefst enttäuscht"

Bedient: Gladbachs Kapitän Lars Stindl rauft sich die Haare.

Bedient: Gladbachs Kapitän Lars Stindl rauft sich die Haare. imago images

Lars Stindl selbst hätte seinen Farben immerhin einen Punkt gegen Rivale Köln einbringen können, der Kapitän schoss in der 78. Minute allerdings überhastet daneben. Viel mehr Möglichkeiten boten sich den Fohlen gegen defensiv äußerst stabile Kölner an diesem Samstag aber nicht, so stand ein 1:2 zu Buche - zugleich die erste Niederlage im neuen Jahr.

Dementsprechend bedient schritt eben jener Stindl zum Interview mit "Sky" und kritisierte in seiner Mannschaft vor allem das Verhalten bei den beiden "unnötigen Gegentoren" kurz nach Spiel- und kurz nach Wiederbeginn: "Wenn man zweimal die Anfangsphase verpennt ... so machen wir uns selbst das Leben schwer. So laufen wir immer nur hinterher. Nun sind wir natürlich zutiefst enttäuscht, weil wir das Derby, was immer wichtig ist, verloren haben."

Spielersteckbrief Stindl
Stindl

Stindl Lars

Spielersteckbrief Neuhaus
Neuhaus

Neuhaus Florian

Trainersteckbrief Rose
Rose

Rose Marco

Bor. Mönchengladbach - Vereinsdaten
Bor. Mönchengladbach

Gründungsdatum

01.08.1900

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß-Grün

Bor. Mönchengladbach - Termine

"Heute hat es einfach nicht funktioniert"

War eventuell auch die Tatsache, dass in der Startelf nach dem 2:1-Pokalerfolg unter der Woche in Stuttgart gleich siebenmal gewechselt worden war, ein Mitgrund für das offensiv doch recht harmlose Auftreten der Elf vom Niederrhein? Stindl widersprach dieser These deutlich: "Nein, absolut nicht. Wir haben immer gesagt, dass wir einen guten Kader haben und rotieren können. Wir sind von unserem Kader überzeugt, nicht nur von einzelnen Spieler. Heute hat es einfach nicht funktioniert, das lag aber an einzelnen Dinge, die wir als Verbund nicht gut gemacht haben."

Trainer Rose "kennt die Jungs"

Sein Coach Marco Rose sah das genauso, ebenfalls im Gespräch mit "Sky": "Nach wie vor gilt: Ich kenne die Jungs, das ist der Kader, mit dem wir arbeiten. Die Jungs haben im Training einen guten Eindruck gemacht. Ich glaube nicht, dass wir deswegen das Spiel verloren haben. Es geht lediglich um das Thema Haltung, da war uns Köln einfach einen Schritt voraus. Dazu kommen dann eben die Tore, die wir hergeschenkt haben."

Marco Rose

Musste die erste Gladbacher Niederlage in diesem Jahr und seine erste Derby-Pleite notieren: BMG-Coach Marco Rose. imago images

So konnte Rose dem Rhein-Rivalen nur "gratulieren", zumal die Leistung seiner Schützlinge nicht dazu gereicht hat, das Spiel zu gewinnen. Die Kölner haben das Spiel dagegen so gespielt und gekämpft, wie man ein Derby spielen muss. Sie waren in den Zweikämpfen galliger und griffiger. In den entscheidenden Aktionen haben wir dagegen oft das Nachsehen gehabt. Außerdem haben wir zwei Gegentore bekommen, die wir so nie bekommen dürfen. Wir schenken den Kölnern den Ball, bekommen ihn auch noch durch die Beine (Torwart Yann Sommer wurde von Elvis Rexhbecaj aus spitzem Winkel überwunden; Anm.d.Red.). So laufen wir dann hinterher."

Und zugleich verloren die Fohlen damit wieder an Boden in Sachen Champions-League-Ränge, was auch der erstmals in einem Derby gegen Köln unterlegene Rose (zuvor drei Siege) erkannte: "Wir waren vor dem Spiel absolut im Soll, da waren wir gut dabei. Ein Sieg wäre heute schon wichtig gewesen, das ist klar. Nun müssen wir wieder Boden gutmachen." Am besten schon beim starken VfL Wolfsburg am kommenden Sonntag (18 Uhr).

Zum Thema:

"Wink mit der Eckfahne": Köln lässt Gladbachs Marcus Thuram vergessen

mag

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - 1. FC Köln