Bundesliga

Union Berlin: Senat erlaubt 16.509 Zuschauer gegen FC Bayern

Union Berlin mit größerer Kulisse im zweiten Anlauf

Senat erlaubt 16.509 Zuschauer unter 3G-Bedingungen gegen Bayern

Heimstätte von Union: das Stadion An der Alten Försterei.

Heimstätte von Union: das Stadion An der Alten Försterei. imago images/Contrast

Die 11.000 Dauerkarten-Inhaber des 1. FC Union Berlin wurden in den letzten Tagen schon ein bisschen unruhig. Sie warteten täglich auf die Verlosung der Tickets für das kommende Heimspiel am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) gegen Branchenprimus FC Bayern München. Viele der Abonnenten hatten seit Saisonbeginn bei den Verlosungen jedoch den Kürzeren gezogen, weil bei einer 50-prozentigen Auslastung nur 11.006 Gesamtteilnehmer ins Stadion An der Alten Försterei durften.

Während bei anderen Vereinen durch das Umschwenken auf das 2G-Prinzip wieder richtig ausverkaufte Arenen möglich sind, verbaute sich die Vereinsführung von Union diesen Weg, weil sie auf dem 3G-Konzept beharrte. Union wollte niemand ausschließen.

Dafür gab es aus den Reihen der geimpften und genesenen Unioner reichlich Protest und Widerspruch. Zumal Union auch mit dem Versuch scheiterte, bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport für das letzte Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (2:0) 18.000 Besucher zu erwirken. Diesbezüglich hatten die Eisernen auch eine Abfuhr vom Berliner Verwaltungsgericht erhalten, das einen Eilantrag des Klubs ablehnte. Im zweiten Anlauf feierte Union einen Etappensieg. Beim nächsten Heimspiel gegen Bayern dürfen unter 3G-Bedingungen immerhin 16.509 Besucher in der 22.012 Zuschauer fassenden Spielstätte dabei sein. Darauf verständigten sich der Berliner Senat und der Verein am heutigen Montagnachmittag.

Das Verhalten der Ultras beißt sich

Damit können alle Dauerkarteninhaber dabei sein, wenn sie Lust und Zeit haben. Sie brauchen keinen Papierausdruck mehr. Sie können mit ihrem Plastikkärtchen zum Stadion kommen und ihren Stammplatz einnehmen.

In der Bundesliga gab es bei den beiden Stippvisiten der Münchner in Köpenick (0:2 und 1:1) wegen der Pandemie bislang nur Geisterspiele. Nun dürfen sogar ein paar mehr Fans die Partie sehen.

Alle oder keiner.

Das Motto der Union-Ultras

Spannend wird sein, wie die Ultras sich verhalten. Am Sonntag in Stuttgart (1:1) waren sie im Gegensatz zur erstmals wieder organisiert auftretenden Stuttgarter Fanszene erneut abwesend. Nur 600 "normale" Anhänger waren vor Ort. Die Union-Ultras vertraten bislang die Meinung "alle oder keiner". Allerdings tauchten sie in großer Mannschaftsstärke bei den Europacup-Auswärtsspielen in Helsinki gegen Kuopion PS (4:0) sowie bei Slavia Prag (1:3) und am vergangenen Donnerstag bei Feyenoord Rotterdam (1:3) auf.

Das beißt sich und führt auch in Fankreisen zu der Annahme, dass sie sich die Highlight-Spiele herauspicken würden. Die Mannschaft könnte sicher in allen Spielen die volle Unterstützung gebrauchen.

Matthias Koch

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