S04-Coach Domenico Tedesco nahm nach der späten 1:2-Niederlage zu Hause gegen Werder Bremen vier Änderungen in seiner Anfangsformation vor: Statt Caligiuri, Bentaleb, Konoplyanka (alle Bank) sowie di Santo (nicht im Kader) starteten Schöpf, Goretzka, Pjaca und Burgstaller.
Auch Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt rotierte im Vergleich zum 1:1 gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga: Jung, Gerhardt und Mehmedi (Startelfdebüt für den VfL) ersetzten Verhaegh, Didavi (beide Bank) und Steffen (nicht im Kader).
Burgstaller schließt clever ab
Die Partie präsentierte sich in den Anfangsminuten offen, wobei Wolfsburg sogar etwas mehr Ballbesitz hatte. Schalke indes ging gleich mit dem ersten gefährlichen Angriff in Führung. Nach einem Ballverlust im Strafraum der Gelsenkirchener wurde der VfL ausgekontert. Pjaca legte an der Mittellinie in den Lauf von Burgstaller, der sich halbrechts im Sechzehner der Gäste gegen Bruma behauptete und am Ende clever flach ins linke Toreck einschoss (10.). Es folgte eine Drangphase der Königsblauen. Pjaca zielte aber bei zwei guten Schussgelegenheiten jeweils ein gutes Stück am Tor vorbei (13., 15.).
DFB-Pokal, Viertelfinale
Nach rund zehn Minuten flaute der Druck der Hausherren jedoch wieder deutlich ab, Wolfsburg erarbeitete sich mehr Spielanteile. Fährmann wurde nach einem tückischen Freistoß von Mehmedi von der linken Seite zum Eingreifen gezwungen und hätte sich dabei beinahe verspekuliert (24.). Nach dem folgenden Eckball hatte Schalke Glück, dass ein Dropkick von Malli aus rund 18 Metern nach zu kurzer Kopfballabwehr von Naldo von der Unterkante der Querlatte knapp vor die Torlinie prallte (24.).
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte verflachte das Spiel. Schalke verwaltete den knappen Vorsprung und störte das Aufbauspiel der Gäste erst ab der Mittellinie. Dem VfL fehlten wiederum die Ideen, um das Abwehrbollwerk der Königsblauen ins Wanken zu bringen. So blieb es zur Halbzeit bei der knappen S04-Führung.
Tisserand muss raus - VfL findet kein Mittel

Lattentreffer: Schalke mit Max Meyer (Mi.) und Ralf Fährmann (re.) mit bangem Blick auf den Ball. picture alliance
Nach der Pause veränderte sich am Spielgeschehen kaum etwas. Weiter fehlten den Wolfsburgern die Ideen, um die defensiv gut postierten Gelsenkirchener ernsthaft in Gefahr zu bringen. Zumindest diskutiert wurde indes nach einem strammen Schuss von Arnold an den ausgestreckten Arm von Nastasic im Strafraum (52.), Referee Christian Dingert entschied aber auch nach Rücksprache via Headset auf Weiterspielen. In der 61. Minute musste Schmidt beim VfL erstmals wechseln, weil sich Tisserand am Oberschenkel verletzt hatte, William kam in die Partie. Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte erhöhte der VfL-Coach dann das Risiko und verstärkte mit Didavi für Gerhardt (71.) und Osimhen für Guilavogui (80.) die Offensive. Doch diese Hereinnahmen brachten kaum bemerkbaren Erfolg.
Nur zweimal kam Wolfsburg in der Schlussphase halbwegs gefährlich in den Schalker Strafraum. Zunächst klärte Goretzka nach einem Kopfball von Didavi aus spitzem Winkel im eigenen Fünfmeterraum (85.), dann traf Malli nach einem raren gelungenen Spielzug des VfL den Ball nicht voll, sodass Fährmann mühelos hielt (89.). Zuvor hatte Harit mit einem Schuss vom Strafraumrand, den Casteels festhielt, auch für S04 eine nach der Pause seltene Gelegenheit. So blieb es beim knappen Sieg der Königsblauen.
Am Wochenende hat beide Mannschaften der Liga-Alltag wieder: Schalke tritt am Samstag (18.30 Uhr) bei Tabellenführer FC Bayern München an. Wolfsburg ist tags darauf (18 Uhr) in Bremen gefordert.