2. Bundesliga

Sause auf Schalke: Tausende feiern den Zweitligameister

Weiter Warten auf den neuen Trainer

Sause auf Schalke: Tausende feiern den Zweitligameister

Die Schalker empfangen ihre Aufstiegshelden.

Die Schalker empfangen ihre Aufstiegshelden. IMAGO/RHR-Foto

Entsprechend des Gründungsjahres des Klubs bahnte sich die Aufstiegsmannschaft um genau 19.04 Uhr den Weg durch die Menge bis zum Partytruck, der auf dem Platz vor der Arena stand. Kaum dort angekommen, ging die Sause auf Schalke erst richtig los: Stundenlang ließen es die Königsblauen am Montag krachen, immer wieder wurde die Meisterschale in die Menge gehalten. Mehrere Tausend Fans, nach Vereinsschätzung sogar rund 20.000, jubelten, sangen und hüpften, was das Zeug hielt.

Die Aufstiegsfeier bildete den würdigen Abschluss eines Partymarathons, der bereits Ende April mit dem 2:1 in Sandhausen (10.000 mitgereiste S04-Fans, 2:1-Siegtor von Simon Terodde in der Nachspielzeit) begann, eine Woche später beim 3:2-Aufstiegsspektakel (nach 0:2-Pauenrückstand) gegen den FC St. Pauli seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte und am Sonntag dank des 2:1-Erfolgs in Nürnberg (Terodde erzielte kurz vor Schluss seinen 30. Saisontreffer) im Gewinn der Meistertrophäe gipfelte.

"Die Fans glauben wieder an uns", sagte Gerald Asamoah, Leiter der Lizenzspielerabteilung. Mike Büskens ergänzte: "Es ist schön für diese Stadt, dass wir solche Momente erleben dürfen." Der Eurofighter hat sich erst recht mit seiner sagenhaften Interimstrainer-Bilanz von acht Siegen aus neun Spielen ein Denkmal auf Schalke gebaut, nun rückt er als Co-Trainer zurück in die zweite Reihe.

Wer neuer Trainer wird, bleibt offen

Die Schalker kommen an.

Die Schalker kommen an. kicker

Wer neuer Cheftrainer wird, bleibt weiter ungewiss. Ein neuer Spieler wurde im Rahmen der Aufstiegsfeier ebenfalls nicht präsentiert, ebenso wenig gab der Verein bekannt, ob Spieler dem Klub erhalten bleiben, deren Arbeitspapiere in diesem Sommer eigentlich enden.

Für Sportdirektor Rouven Schröder wäre dieser Montagabend für all das "der falsche Zeitpunkt" gewesen. Auf der Aufstiegsfeier einen Neuen zu präsentieren oder eine Einzelperson hervorzuheben, hätte der Kaderplaner als "unverschämt" gegenüber des Aufstiegskollektivs empfunden.

Vertragsgespräche und natürlich die Suche nach dem künftigen Schalker Bundesligatrainer werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Denkbar, dass die Königsblauen die nächste große Bühne für die eine oder andere Präsentation nutzen wollen: Am 12. Juni ist Mitgliederversammlung auf Schalke, auch dann rechnet der Verein wieder mit mehreren Tausend Menschen.

Toni Lieto

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