Bundesliga

Schalke 04 - Warum Ralf Fährmann wieder spielt

Schalker Ex-Kapitän mit Blick in die Zukunft im Tor

Ralle rückwärts: Warum Fährmann wieder spielt

Wieder die Nummer eins im Kasten auf Schalke: Ralf Fährmann.

Wieder die Nummer eins im Kasten auf Schalke: Ralf Fährmann. imago images

Wie oft nun in der laufenden Spielzeit eine neue Nummer 1 im Schalker Tor stand, darüber haben selbst Kenner des Vereins den Überblick verloren. Vier verschiedene Trainer, diverse Verletzungen und Rotationen sorgen seit Saisonbeginn dafür, dass sich weder Ralf Fährmann noch Frederik Rönnow ihrer Rolle als Schlussmann sicher sein konnten.

Fährmann: "ein richtig guter Stabilisator"

Nun nahm Dimitrios Grammozis die nächste Rolle rückwärts vor, genauer gesagt eine "Ralle rückwärts". Denn im Tor stand am Sonntag gegen den FC Augsburg wieder Urgestein und Ex-Kapitän Fährmann. Und der habe gegen die bayerischen Schwaben "einige Bälle gut entschärft" und sei "ein richtiger Stabilisator" gewesen, lobte der Trainer im Anschluss: "Er hat seine Sache nach so langer Zeit richtig gut gemacht."

Spielersteckbrief Fährmann
Fährmann

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Spielersteckbrief Rönnow
Rönnow

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Grammozis

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Denn das vorletzte Mal stand der 32-Jährige, mit diversen Leih-Unterbrechungen seit 2003 bei Schalke, am 22. Spieltag bei der 0:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund im Tor - allerdings bis zu seiner Auswechslung wegen einer angebrochenen Rippe. Danach kam zunächst die etatmäßige Nummer 3 Michael Langer zum Einsatz, dann wieder der zuvor ebenfalls verletzte Rönnow.

Rönnow nächste Saison in Frankfurt - Fährmann weiterhin zur Verfügung

Dass Fährmann nun wieder den Vorzug bekommen hat, dürfte auch dem Blick in die kommende Zweitliga-Spielzeit geschuldet sein. Beide Keeper agierten in der laufenden Saison auf einem ähnlichen Niveau, aber nur Fährmann hat eine Perspektive über die laufende Saison hinaus. Rönnow wird nach Ablauf seiner Leihe zurück zu Eintracht Frankfurt gehen, Fährmann hat einen gültigen Zweitligavertrag. Dazu kommt aus Frankfurt der im Austausch verliehene Markus Schubert zurück.

"Ich habe schon in der Vergangenheit betont, dass wir eine gute Mischung aus Jungs, die jede Woche Gas geben, und Spielern, die uns nächste Saison noch weiterhelfen können, brauchen", sagte Coach Grammozis nach dem Spiel. Das spricht bei noch sechs ausstehenden Spielen weiter für Fährmann - und gegen einen erneuten Wechsel.

Patrick Kleinmann