Bundesliga

Pierre-Gabriel ist in Mainz nur die Nummer 3

Baku und Mwene als Rechtsverteidiger vorne dran

Pierre-Gabriel ist in Mainz nur die Nummer 3

Ronael Pierre-Gabriel hat beim 1. FSV Mainz 05 einen schweren Stand.

Ronael Pierre-Gabriel hat beim 1. FSV Mainz 05 einen schweren Stand. imago images

Bevor die Mainzer Verantwortlichen über die Personalplanungen sprechen, wollen sie trotz des feststehenden Klassenerhalts das letzte Spiel über die Bühne bringen. Am Samstag geht es für sie bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) immerhin um "je nach Konstellation ein bis drei Millionen Euro", wie Sportvorstand Rouven Schröder erklärte. So viel könnten sie im TV-Geld-Ranking gutmachen oder verlieren, je nachdem, ob der FC Augsburg an Mainz vorbeiziehen kann oder Werder Bremen den Ligaverbleib schafft.

Wie auch immer die Saison endet, die Bilanz von Ronael Pierre-Gabriel wird keine gute sein. Bei keinem der acht bisherigen Partien im Corona-Sonderspielbetrieb stand der Rechtsverteidiger auf dem Aufstellungsbogen. "Ridle Baku und Phillipp Mwene sind die beiden Gründe", erläutert Trainer Achim Beierlorzer. "Ronny besitzt einen langfristigen Vertrag. Die kurze Antwort des Coachs zeigt, dass wir einen enormen Konkurrenzkampf haben", betonte Schröder. Zwei andere Spieler hätten sich durchgesetzt. "Nach dem 34. Spieltag werden wir unsere Schlüsse im Sinne von Verein und Spieler ziehen", so der Sportvorstand, "es gibt noch keine Entscheidung."

Viel Lob für Baku

Pierre-Gabriels Tief hängt mit dem Hoch von Baku zusammen. "Ridle hat eine tolle Entwicklung genommen, er ist in seiner Persönlichkeit gewachsen und ist mit Fehlern sehr gut umgangen. Er hat eine Riesenperspektive, muss aber bei sich bleiben. Ridle ist ein Mainzer Bub, ich glaube, dass er im nächsten Jahr für uns ein elementar wichtiger Spieler wird", äußerte sich Schröder "sehr zufrieden mit der Entwicklung, aber es geht definitiv noch mehr." Beierlorzer: "Als ich nach Mainz kam, war Ridle eher zentraler Mittelfeldspieler und hat auf der Sechs oder Acht agiert, jetzt hat er sich auf der rechten Außenbahn etabliert und ganz tolle Spiele abgeliefert. Mit seiner Schnelligkeit, den Offensivaktionen und dem Zweikampfverhalten hat er ein Superpotenzial. Er ist bärenstark im eins gegen eins, trotz alledem ist die Entwicklung bei weitem noch nicht abgeschlossen." Die Zukunft von Pierre-Gabriel in Mainz sieht nicht besonders rosig aus ...

Michael Ebert