Bundesliga

Paderborn: Zurück in die Zukunft

Abstiegs-Relegationsrang als neues Ziel

Paderborn: Zurück in die Zukunft

Einstimmen auf das neue, alte Ziel Relegationsrang: Spieler und Offizielle des SC Paderborn.

Einstimmen auf das neue, alte Ziel Relegationsrang: Spieler und Offizielle des SC Paderborn. imago

Wieder, muss man sagen, denn bereits zu Saisonbeginn war Platz 16 das (Minimal-)Ziel. Nach der guten Hinrunde aber hatte man die Ziele leicht nach oben korrigiert und den Ligaverbleib ohne Umweg ins Visier genommen.

Nun also der Schritt zurück. Paderborn richtet sich auf einen Dreikampf um den Relegationsplatz mit Schlusslicht Stuttgart (23) und dem Drittletzten Hamburg (25) ein. "Wenn man es realistisch sieht, ist es so", sagte beispielsweise SCP-Abwehrspieler Jens Wemmer: "Eine von diesen Mannschaften muss noch zeigen, dass sie es kann. Ich hoffe und denke, dass wir das sind."

Dazu muss allerdings schnell ein Sieg her, denn darauf verlassen, dass der VfB und der HSV ebenfalls weiterhin nicht punkten, kann und will man sich nicht. "Wir sind uns schon bewusst, dass Stuttgart und Hamburg auch nicht den großen Fußball anbieten. Aber wir müssen erst mal gewinnen. Wenn wir nix mehr gewinnen, sind wir sowieso raus", warnte Paderborns Mittelfeldspieler Patrick Ziegler.

Im Idealfall gelingt der Befreiungsschlag bereits im kommenden Heimspiel gegen den FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr). Bisher war es allerdings oftmals so, dass die Mannschaft Schwierigkeiten hatte, wenn sie unter Zugzwang stand. Als Beispiele wären vor allem die Auswärtsspiele in Bremen (0:4), Mainz (0:5), Frankfurt (0:4) oder nun in Berlin (0:2) zu nennen, zudem das Heimspiel gegen Hamburg (0:3).

"In diesen Spielen ist die Erwartungshaltung eine andere. Vielleicht blockiert das Gewinnenmüssen", meinte Manager Michael Born. Um Abhilfe zu schaffen, soll es auch in diesem Punkt zurück in die Zukunft gehen. "Wir müssen das jetzt schnell aus den Köpfen kriegen und zur Lockerheit der Hinrunde zurückfinden", forderte Born.

Jan Reinold