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Werder Bremen

Werder Bremen

4
:
1

Halbzeitstand
2:0
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


WERDER BREMEN
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.




60.
75.
90.











Wolfsburg lässt defensiv viel zu

Pizarro und Co. nutzen die Lücken

Einen sicheren Erfolg feierte Werder Bremen beim Gastspiel des VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen boten Werder viele Räume, die die Schaaf-Elf lange nicht zu nutzen wusste, dann im zweiten Durchgang aber entscheidend gegen ein sich aufbäumendes Wölfe-Team zuschlug.

Madlung (li.) und Sokratis, im Hintergrund Pizarro
Gleich klingelt's: Sokratis (li.) schießt zum 1:0 ein, Madlung kann es nicht mehr verhindern.
© imagoZoomansicht

Werder Bremens Coach Thomas Schaaf stellte seine Startformation gegenüber der 1:4-Schlappe beim FC Bayern auf vier Positionen um. Ins Tor kehrte Wiese zurück und verdrängte Mielitz wieder auf die Bank. Hunt fehlte Rot-gesperrt, Marin mit Problemen im Beckenbereich. Schmitz rückte herein und verteidigte links, so dass Ignjovski eine Position nach vorne rücken konnte. In der Mittelfeld-Zentrale schenke Schaaf dem jungen Trinks das Vertrauen. Vorne begann außerdem Rosenberg statt Arnautovic.

Auf Seiten der Wolfsburger brachte Felix Magath nach dem 2:2 gegen Mainz zwei Neue: In der Innenverteidigung begann der 19-jährige Thoelke, so dass Chris frei wurde, um mit Josué die Doppel-Sechs zu bilden. Hasebe saß eine Gelb-Rot-Sperre ab. An Stelle von Koo gab Magath zudem Orozco den Vorzug.

Beide Mannschaft ließen es zunächst ruhig angehen, erst nach etwa zehn Minuten kam etwas Tempo in die Partie. Torchancen gab es in der Anfangsphase nicht, was daran lag, dass Wolfsburg zumeist den Spielaufbau der Bremer schon früh störte, während diese zu langsam und statisch agierten, um die vorhandenen Lücken in der Defensive der meist weit aufrückenden Gäste zu nutzen.

So war es eine Standardsituation, die die Weichen stellte: Schmitz trat einen Freistoß aus dem Halbfeld, der von Pizarro per Kopf leicht verlängert wurde. Benaglio konnte die Kugel nur nach vorne abklatschen, wo Sokratis genauso frei war wie zuvor Pizarro und aus kurzer Distanz einnetzte (18.).

Fast im Gegenzug musste Naldo per Kopf kurz vor der Linie klären (20.), ansonsten sorgten die Wolfsburger vor der Pause aber kaum für Gefahr. Anders die Bremer, die die von der weit vorrückenden VfL-Defensive in ihrem Rücken gebotenen Räume aber nicht konsequent nutzten. Ein ums andere Mal war es Benaglio, der Steilpässe vor dem Strafraum abfangen musste.

Unmittelbar vor der Pause schlugen die Bremer ein zweites Mal zu, aus einem Einwurf an der linken Eckfahne heraus erzielte Pizarro das 2:0: Bedient von Ignjovski zog der Peruaner - von Träsch nicht verfolgt, von Madlung zu spät angegriffen - nach innen und traf aus zentraler Position flach und unhaltbar (45.).

Aus der Kabine kamen die Wolfsburger wesentlich lebhafter und zielstrebiger - und mit einem weiteren Debütanten: Der 20-jährige Stürmer Sebastian Polter kam als 30. Spieler in der laufenden Saison zum Einsatz. Tatsächlich lag der Ball sofort im Bremer Netz: Einen Freistoß von Dejagah lenkte Mandzukic ins Tor, wurde dabei vom Schiedsrichtergespann aber in Abseitsposition gesehen (46.).

Die Gäste waren in dieser Phase tonangebend, eine Lücke in der Defensive ließ den Schuss aber nach hinten losgehen. Gegen eine wieder weit vorne postierte Viererkette wurde Rosenberg auf rechts steil geschickt. Der Schwede setzte sich noch energisch gegen Schäfer durch und traf dann aus zehn Metern flach zum 3:0 (55.).

Markus Rosenberg (Werder Bremen)
Da war das Spiel entschieden: Markus Rosenberg feiert seinen Treffer zum 3:0.
© picture-alliance

Die Partie war damit frühzeitig entschieden, in der Folge ergaben sich Chancen auf beiden Seiten, da die Magath-Elf sich durchaus weiter mühte, aber hinten enorme Lücken ließ. Fritz schob den Ball daneben (59.), Rosenberg traf den Außenpfosten (68.), ehe der eingewechselte Arnautovic freistehend zum 4:0 einschoss (71.). Der Österreicher hätte elf Minuten später einen weiteren Treffer machen müssen, verfehlte aus fünf Metern nach einer Hereingabe von Schmitz aber das leere Tor.

So war der Schlusspunkt den Wolfsburgern vorbehalten, die in Person von Schäfer per Distanzschuss den aufgrund einer engagierteren Vorstellung im zweiten Durchgang durchaus verdienten Ehrentreffer erzielten (86.).

Der SV Werder beschließt die Hinrunde am kommenden Samstag im Spätspiel (Anstoß 18.30 Uhr) bei Schalke 04. Die Wolfsburger haben schon nachmittags den VfB Stuttgart zu Gast.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3) - 
Sokratis (2,5)            
A. Wolf (3)    
Naldo (2,5) , 
Schmitz (3,5) - 
Bargfrede (2) - 
Fritz (3)    
Ignjovski (3) - 
Trinks (4) - 
Pizarro (1,5)        
Rosenberg (2)    

Einwechslungen:
60. Arnautovic (3)     für Sokratis
71. Prödl für A. Wolf
73. Wagner für Pizarro

Trainer:
Schaaf
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3,5) - 
Träsch (5)        
Thoelke (5) , 
Madlung (5) , 
M. Schäfer (4,5)    
Josué (5)        
Chris (4,5)    
Salihamidzic (4,5)    
Orozco (4)    
Dejagah (4,5) - 

Einwechslungen:
46. Schindzielorz (5) für Josué
46. Polter (4) für Salihamidzic
77. Jönsson für Orozco

Reservebank:
Lenz (Tor)
,
Russ
,
Koo
,
Polak

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Sokratis (18., Linksschuss, Pizarro)
2:0
Pizarro (45., Rechtsschuss, Ignjovski)
3:0
Rosenberg (55., Rechtsschuss, Bargfrede)
4:0
Arnautovic (71., Rechtsschuss, Pizarro)
4:1
M. Schäfer (86., Linksschuss, Chris)
Gelbe Karten
Bremen:
Sokratis
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Wolfsburg:
Josué
(4. Gelbe Karte)
,
Chris
(3.)
,
Träsch
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
10.12.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
39124
Spielnote:  3
nach zähem Anlauf nahm Werder Fahrt auf, gestaltete die Partie einseitig.
Chancenverhältnis:
10:6
Eckenverhältnis:
2:7
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 2
souveräne Vorstellung in einer Partie ohne große Nickligkeiten.
Spieler des Spiels:
Claudio Pizarro
Zwei Vorlagen, ein Tor und spielerische Highlights - Extraklasse vom spielfreudigen Peruaner.

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