2. Bundesliga

HSV: Nach van Drongelen ist auch Jung weg

Karriereknick nach Knorpelschaden - HSV löst Vertrag auf

Nach van Drongelen ist auch Jung weg

Abschied vom HSV: Der Vertrag mit Gideon Jung wurde aufgelöst.

Abschied vom HSV: Der Vertrag mit Gideon Jung wurde aufgelöst. imago images

Nach den Verpflichtungen von Jonas Meffert (26, Vertrag bis 2024) und Miro Muheim (23, ein Jahr ausgeliehen vom FC St. Gallen) schufen Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel am Mittwoch Platz im Aufgebot: Rick van Drongelen wechselt für knapp eine Millionen Euro zum 1. FC Union Berlin und Gideon Jung löst seinen bis 2022 gültigen Vertrag auf.

U-21-Europameister 2017

Der 26-jährige Defensiv-Allrounder war 2014 aus Oberhausen nach Hamburg gekommen, hat zwischenzeitlich einen steilen Aufstieg zum U-21-Europmeister 2017 erlebt, nach dem Abstieg und einem Knorpelschaden im Jahr danach aber nicht wieder zur alten Form gefunden. Schon im vergangenen Sommer wurde Jung ein Wechsel nahegelegt, Mittwoch der Abschied nun inklusive einer Abfindungszahlung im mittleren sechsstelligen Bereich vollzogen. "Gideon ist ein Profi, der in seinen Jahren beim HSV nicht immer leichte Zeiten erlebt hat", sagt Mutzel, "er hat sich dabei stets professionell verhalten und auch in schwierigen Zeiten in den Dienst der Mannschaft gestellt. Dennoch ist nach einer gemeinsamen Analyse die Entscheidung gereift, dass für seinen weiteren Weg eine Veränderung am besten ist."

Spielersteckbrief Jung
Jung

Jung Gideon

Jung hat Offerten von mehreren Zweitligisten vorliegen, die jedoch finanziell weit unter seinem Salär in Hamburg lagen und liegen. Nach der Abfindungszahlung ist mit einer zügigen Vollzugsmeldung bei einem neuen Arbeitgeber zu rechnen. Van Drongelen ist diesbezüglich schon weiter. Der 22-jährige Innenverteidiger absolvierte am Mittwoch bereits den Medizincheck in Köpenick - nach der Verpflichtung von Sebastian Schonlau, sowie neben den unter Vertrag stehenden Toni Leistner, Moritz Heyer und dem aktuell noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laborierendem Stephan Ambrosius wäre für den Niederländer dauerhaft keine Hauptrolle in Aussicht gewesen. Aufgrund des nur noch ein Jahr gültigen Vertrages war ein Verkauf daher das erklärte Ziel der Verantwortlichen.

Gyamerah und Narey sollen ebenfalls gehen

Klar ist, dass weitere Veränderungen folgen werden: Jan Gyamerah und Khaled Narey sollen ebenfalls gehen, auch Jeremy Dudziak und David Kinsombi stehen auf der Kippe. Der geplante Umbau im zentralen Mittelfeld könnte mit Ludovit Reis fortgesetzt werden, die "Bild" hatte zuerst davon berichtet. Der 21-jährige Niederländer vom FC Barcelona spielte in der vergangenen Saison äußerst auffällig beim VfL Osnabrück und ist Kandidat für ein Leihgeschäft.

Sebastian Wolff

Diese Zweitliga-Sommerneuzugänge stehen bislang fest