Bundesliga

Nürnbergs Torwart Christian Mathenia über seine Rolle als Nummer zwei: "Ich werde auf meine Chance lauern"

Nürnbergs Keeper über seine Rolle als Nummer zwei

Mathenia: "Ich werde auf meine Chance lauern"

Beim Training mittendrin, bei den Spielen künftig nur dabei: Nürnbergs Torwart Christian Mathenia.

Beim Training mittendrin, bei den Spielen künftig nur dabei: Nürnbergs Torwart Christian Mathenia. imago

"Natürlich bin ich enttäuscht", sagt Mathenia. "Aber es gibt immer Rückschläge in der Karriere eines Profis. Ich muss damit umgehen und werde trotzdem meine Leistung bringen, um gewappnet zu sein." Den Wechsel nach Nürnberg bereut er jedenfalls nicht: "Ich freue mich trotzdem, Teil des FCN zu sein und fühle mich pudelwohl."

In einem engen Duell um den Kasten zog der Herausforderer letztendlich den Kürzeren. "Fabi hatte durch die letzte Saison einen Bonus, das muss man respektieren. Er kennt die Mannschaft und die Taktik, dadurch hatte er einen Vorteil", sagt Mathenia, der im Sommer für 500 000 Euro vom HSV zum FCN gewechselt war.

In Hamburg erlebte der Keeper am eigenen Leib, dass sich die Besetzung der Torwartposition im Laufe einer Saison durchaus ändern kann. 2016/17 ging er als Ersatzkeeper in die Spielzeit - bis sich Stammkeeper René Adler am elften Spieltag verletzte. Im Jahr darauf startete Mathenia als Nummer eins - verlor seinen Platz in der Rückrunde aber gleich zweimal an Julian Pollersbeck. Aus diesen Erfahrungen zieht der Torhüter seine Schlüsse: "2016 war ich in Hamburg in der gleichen Situation wie jetzt. Ich werde ordentlich arbeiten und auf meine Chance lauern."

Ich bin überzeugt, dass wir in Berlin bestehen können.

FCN-Torwart Christian Mathenia vor dem Auftakt im Olympiastadion

Club-Trainer Michael Köllner traf seine Torwart-Entscheidung vergangene Woche ausdrücklich "für die erste Phase", ohne sich gleich für die komplette Saison festlegen zu wollen. Doch klar ist auch, dass Bredlow nun erst einmal das volle Vertrauen genießt. Der 23-Jährige hat sich im Aufstiegsjahr etabliert und seinen Status nun gegen den neuen Konkurrenten behauptet.

Die Bundesliga ist für Mathenia kein Neuland - für andere hingegen schon

Mathenia muss hingegen warten. Für Darmstadt und den HSV absolvierte der gebürtige Mainzer insgesamt 71 Erstligaspiele. Im Nürnberger Kader besitzt er somit die größte Bundesligaerfahrung, für viele seiner Mitspieler, darunter Bredlow, ist das Oberhaus Neuland: "Bei den Jungs wird vor dem Start jetzt das Kribbeln kommen. Für die Bundesliga haben sehr viele ihr ganzes Leben gearbeitet", sagt Mathenia und ist guter Dinge für den Start am Samstag (15.30 Uhr): "Ich bin überzeugt, dass wir in Berlin bestehen können."

David Bernreuther