Bundesliga

Mainzer üben nach 0:1 gegen Schalke scharfe Kritik an Schiedsrichter Dr. Felix Brych

Brosinski & Co. hadert mit nicht gegebenem Elfmeter

Mainzer üben scharfe Kritik an Schiedsrichter Brych

"...sonst muss ich eine Geldstrafe zahlen": Die Mainz-Profis (hier Maxim) waren am Freitag unzufrieden mit Dr. Felix Brych.

"...sonst muss ich eine Geldstrafe zahlen": Die Mainz-Profis (hier Maxim) waren am Freitag unzufrieden mit Dr. Felix Brych. imago

Am Dienstagabend hatte er noch das Spiel der Giganten zwischen Paris St. Germain und Real Madrid in der Champions League geleitet (1:2), diesmal musste er wieder in der Bundesliga ran. Brych gewährte eine lange Leine - anfangs angenehm, später allerdings mit (womöglich spielentscheidenden) Fehlern. Wie in der 88. Minute beispielsweise.

"Es ist jedes Mal dasselbe, wenn dieser Schiedsrichter da ist"

Jean-Philipp Gbamin schlägt einen Freistoß von der Mittellinie in den Schalker Strafraum, Stefan Bell will zum Ball, aber Thilo Kehrer hindert ihn daran. Mit einem Rempler - ohne Chance, an den Ball zu kommen. "Ein-, zweimal hatten wir Pech mit einer Elfmeterszene. Mehr möchte ich nicht sagen, sonst muss ich eine Geldstrafe zahlen", sagte ein enttäuschter Daniel Brosinski, der dann doch noch nachlegte: "Es ist jedes Mal dasselbe, wenn dieser Schiedsrichter da ist. Fragwürdige Dinge werden gegen uns entschieden." Die Spieler waren angefressen, der Coach enorm sauer.

Brych verweigert Statement

"In meinen Augen ist es ein Elfmeter", so Trainer Sandro Schwarz. "Mir fehlt komplett das Verständnis. Wir haben einen Monitor, wo wir die Szene anschauen können..." Schiedsrichter Brych verzichtete - völlig überzeugt von seiner Entscheidung - auf diese Möglichkeit. Die Frage, weshalb er sich nicht absichern wollte, muss er sich gefallen lassen. Als der kicker nach dem Spiel den Referee um eine Erklärung bat, ließ Brych über einen Dritten ausrichten, dass es kein Statement geben wird.

Georg Holzner

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - FC Schalke 04