Bundesliga

Länger in Gladbach? Wolf: "Das hoffe ich!"

Der Neuzugang über Rose, Ziele und Perspektiven

Länger in Gladbach? Wolf: "Das hoffe ich!"

Hannes Wolf

Bisher der einzige Gladbacher Neuzugang: Hannes Wolf. imago images

…den Wechsel zur Borussia: "Als ich von der Möglichkeit gehört habe, nach Gladbach gehen zu können, war für mich schnell klar, dass ich das gerne machen möchte. Es freut mich, dass es auch geklappt hat."

…die Rolle von Marco Rose: "Der Trainer kennt mich gut, gibt mir viele Dinge mit auf den Weg und weiß, wann er mir was sagen muss. Ich würde schon sagen, dass er eine Art Mentor für mich ist. In der U16 in Salzburg hatte ich gleich am ersten Tag ein sehr gutes Gespräch mit ihm. Ich wüsste nichts, worüber man mit dem Trainer nicht sprechen könnte. Es ist viel Vertrauen zwischen uns vorhanden. Ich brauche das Vertrauen als Spieler. Das war auch ein Grund dafür, nach dem Jahr in Leipzig zur Borussia zu wechseln."

…sein persönliches Ziel: "Nach der schweren Sprunggelenkverletzung vor einem Jahr ist das Wichtigste, gesund zu bleiben. Ich muss jetzt einfach mal die Vorbereitung mitmachen, dann sehe ich genauer, wo ich stehe. In Leipzig kam ich ein paar Mal zu Kurzeinsätzen, daher muss ich schnellstmöglich in meinen Spielrhythmus finden."

…seinen körperlichen Zustand: "Schon vor dem Urlaub war ich drei Wochen raus, weil mir die Platten im Fuß entfernt wurden. Insgesamt waren das dann sieben Wochen ohne Fußball. Aber ich habe viele Extraeinheiten absolviert, fühle mich im Training gut und komme auch gut rein. In den nächsten Wochen geht es darum, Schritt für Schritt mehr Spielpraxis zu sammeln."

…die Zeit in Leipzig: "Ich kam verletzt in Leipzig an, während es dann in der Hinrunde für die Mannschaft richtig gut lief. Daher kam auch schon im Winter das Thema Leihgeschäft auf, weil ich gemerkt hatte, dass es in Leipzig schwer werden würde, Spielpraxis zu erhalten. Unter dem Strich konnte ich irgendwie nie richtig zeigen, was ich kann."

…die Möglichkeit, länger als ein Jahr zu bleiben: "Das hoffe ich. Genau sagen kann man das nie. Ich muss fit bleiben und muss gut drauf sein. Wenn das der Fall ist, hoffe ich, auch länger bleiben zu können."

…die Art, wie Marco Rose Fußball spielen lässt: "Ich mag diesen schnellen Fußball. Ein, zwei Kontakte - das liegt mir. Mir gefällt dieses schnelle Umschalten und nach vorne spielen. Deshalb glaube ich auch, dass es hier passen wird."

…über Roses Einschätzung, er sei ein "Mentalitätsspieler": "Ich glaube auch, dass ich viel über die Mentalität komme. Ich beiße mich gerne in ein Spiel hinein, dann kommt auch das Fußballerische. Bei mir ist es die Mischung aus beidem. Generell bin ich ein Typ, der viele Ballkontakte braucht."

…seine beste Position: "Früher war ich eher Stürmer oder Flügelstürmer, aber mittlerweile fühle ich mich auf der Zehn im Zentrum unheimlich wohl. Das hat sich über die Jahre, auch durch die Zusammenarbeit mit Marco Rose als Trainer, so entwickelt. Ich kann aber auch im Sturm, auf den Flügeln oder der Acht spielen."

…die von Raffael übernommene Rückennummer 11: "Es sind große Fußstapfen, Marco Reus hat sie vorher ja auch getragen. Ich habe mich aber für die 11 entschieden, weil ich sie als Kind eigentlich immer hatte. Oft ist sie für einen Neuzugang ja nicht frei, also wollte ich sie jetzt gerne nehmen. Und ich werde Gas geben, es haben damit schon große Spieler gespielt."

…Goldsteak-Fotos und die öffentliche Wahrnehmung: "Ich habe in der Vergangenheit sicher nicht alles richtig gemacht, das weiß ich und habe es verstanden. Wenn dadurch in der Öffentlichkeit ein falscher Eindruck von mir entstanden sein sollte, bin ich auch selbst daran schuld, dann ist es an mir, diesen Eindruck jetzt zu korrigieren. Ich hoffe, das gelingt mir."

Jan Lustig