Bundesliga

Kohr: "In Mainz spüre ich, dass ich zu den Führungsspielern gehöre"

FSV-Routinier könnte ein Kandidat fürs Kapitänsamt sein

Kohr: "In Mainz spüre ich, dass ich zu den Führungsspielern gehöre"

Steht in Mainz in der Verantwortung als Führungsspieler: Dominik Kohr.

Steht in Mainz in der Verantwortung als Führungsspieler: Dominik Kohr. IMAGO/Jan Huebner

Leverkusen, Augsburg, Frankfurt - Dominik Kohr lernte schon einige Bundesligavereine kennen. Doch erst in Mainz entwickelte er sich zum Führungsspieler weiter. Für den neuen Vierjahresvertrag ließ der 28-Jährige sogar die Chance sausen, mit Eintracht Frankfurt in der Champions League zu spielen.

Bei Adi Hütter hatte ich eher das Gefühl, dass meine Leistung nie ausreichen würde.

Dominik Kohr

Neun-Millionen-Ablöse wog schwer

Im Waldstadion lastete die Neun-Millionen-Ablöse, die 2019 an Bayer 04 floss, wie ein schwerer Rucksack auf ihm. "Natürlich wird man gerne an der Ablösesumme gemessen, aber dafür konnte ich ja nichts. Auch wenn ich mich an richtig gute Spiele im Frankfurt-Dress erinnern kann, fühle ich mich in Mainz noch besser. Bo Svensson verzeiht Fehler und lässt einen an ihnen wachsen. Bei Adi Hütter hatte ich eher das Gefühl, dass meine Leistung nie ausreichen würde. Deshalb konnte ich auch nie das abrufen, was mir in den vergangenen 18 Monaten in Mainz gelungen ist", sagt Kohr.

Bei den Rheinhessen hatte er von Anfang an das Gefühl, gebraucht zu werden. "Ich habe ein Vertrauen gespürt, das ich in den Jahren davor bei anderen Vereinen vermisst hatte", so der Mittelfeldmann. Er hat es zu schätzen gelernt, dass Svensson auch zu Verletzungszeiten, wie während der mehrwöchigen Pause in der vergangenen Saison, den Kontakt zu seinen Spielern hält.

Ein Kandidat auch fürs Amt des Kapitäns?

Der 05-Trainer machte zudem unmissverständlich klar, dass Kohr nach der Genesung wieder der Dreh- und Angelpunkt des Teams sein wird. "In Mainz spüre ich jetzt, dass ich zu den Führungsspielern gehöre und übernehme gerne Verantwortung", betont Kohr.

Für die Nachfolge von Spielführer Moussa Niakhaté, der mit einem Vereinswechsel liebäugelt, will sich Kohr jedoch nicht öffentlich bewerben: "Der Trainer müsste entscheiden, ob ich die Eigenschaften mitbringe, die als Kapitän gefragt sind. Bo hat ein gutes Gespür für solche Dinge und wird die richtige Entscheidung treffen."

Michael Ebert

Im kicker-Interview der Donnerstagsausgabe (schon am Mittwochabend digital abrufbar als eMagazine) spricht Dominik Kohr zudem über seine Erwartung an die Saison 2022/23, die lange Winterpause sowie das Wiedersehen mit Danny da Costa und Aymen Barkok.

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