2. Bundesliga

Klauß und das Stürmerpuzzle beim FCN vor dem Dynamo-Spiel

In Dresden muss der FCN aufgrund Dovedans Sperre seinen Angriff ändern

Klauß und das Stürmerpuzzle vor dem Dynamo-Spiel

Der Coach und zwei Sturmkandidaten für Dresden: Robert Klauß mit Manuel Schäffler (li.) und Erik Shuranov (re.)

Der Coach und zwei Sturmkandidaten für Dresden: Robert Klauß mit Manuel Schäffler (li.) und Erik Shuranov (re.) imago images/Zink

Erstens gingen die Franken zuletzt gegen Hannover zwar als gefühlter Sieger vom Platz, doch real endete die Partie 0:0. Und zweitens sah Nikola Dovedan gegen die Niedersachsen Gelb-Rot, was nun zwangsläufig eine neue Sturmformation bedingt. Dabei bieten sich für den Club-Coach Robert Klauß mehrere Optionen an.

Apropos anbieten: Nach dem 0:7-Testspiel-Debakel gegen Ingolstadt vor einer Woche betonte der Trainer direkt im Anschluss, dass sein Stab und er in den nächsten Einheiten bei dem ein oder anderen Spieler ganz genau hinschauen werden. Das Ergebnis fiel dabei so aus, wie es Klauß prophezeit hatte: gut. "Hohe Intensität, große Konzentration - es ist eine gute Trainingswoche gewesen", resümiert er, was wiederum im Hinblick auf den Sonntag großer Bedeutung zukommt.

Du musst die Basics des Fußballs auf den Platz bekommen, sonst wird es gerade in Dresden sehr schwer.

Robert Klauß

Der Schlüssel in Dresden liegt nach der Einschätzung des FCN-Coaches nämlich in erster Linie in der Einstellung. "Dynamo hat einen guten Teamspirit, ist sehr fleißig, läuft und sprintet viel", so Klauß, der daraus schlussfolgert: "Du musst die Basics des Fußballs auf den Platz bekommen, sonst wird es gerade in Dresden sehr schwer." Nicht zu vergessen die spezielle Atmosphäre im Dresdener Stadion, die seinem Team auch in puncto Emotionalität alles abverlangen werde.

Wie reagiert Klauß auf Dovedans Sperre? - Borkowski fehlt

In welcher Formation er seine Mannschaft bei dem Aufsteiger auf den Platz schicken wird, hält er wie immer unter Verschluss - zum einem will er dem Gegner keine tieferen Einblicke gewähren, zum anderen ist er sich selbst noch nicht ganz schlüssig, mit wem und auch wie der FCN auf Dovedans Sperre reagieren wird. "Es gibt mehrere Optionen. Wir werden das morgige Training abwarten, denn es ist auch eine Frage der aktuellen Form. Unter der Woche haben wir schon mal verschiedene Varianten durchprobiert", so Klauß.

Was sicher ist: Dennis Borkowski ist keine, das Sturmtalent (19) muss wegen einer Muskelverletzung passen. Ein Thema ist indes Routinier Manuel Schäffler, der in dieser Saison bislang nicht so recht in Schwung gekommen ist und erst zweimal in der Startelf stand. Der 32-Jährige könnte als robuster, kantiger Partner von Youngster Erik Shuranov (19) im Zentrum stürmen. Was gerade auswärts ein Stück weit dagegen spricht: Beide, weil Typ klassischer Mittelstürmer, ähneln sich von ihrer Spielweise.

Ohne Raute und mit einem echten Stürmer?

Gut möglich deshalb, dass Klauß umstellt, seine Mittelfeldraute auflöst, um nur mit einem echten Stürmer anzutreten. Die Variante mit Shuranov als Mittelstürmer und einem Mats Möller Daehli und einem Fabian Nürnberger, die hinter ihm als hängende Außen agieren und wechselweise einrücken, hat erstens Charme und zweitens beim 2:2 beim HSV gut funktioniert. In diesem Fall würde Johannes Geiß den einzigen Sechser geben, und Tom Krauß und Lino Tempelmann ihn von der Acht aus unterstützen.

Damit der Varianten nicht genug: Der von der U 21 hochgezogene Lukas Schleimer könnte um Shuranov herum spielen, was wiederum keine Änderung der Mittefeldformation bedingen würde.

Die wahrscheinlichste Variante? Die mit nur einem echten Stürmer, auch weil Klauß dann mit Schäffler einen Stürmer auf der Bank hätte, mit dem er, wenn nötig, Wucht und Strafraumpräsenz einwechseln könnte.

Besong und Köpke arbeiten sich heran

Unterdessen arbeiten sich zwei langverletzte Stürmer wieder Zug um Zug heran, die in dieser Saison noch keine Pflichtspielminute absolvieren konnten: Der wuchtige Paul Besong (21) mischt im Mannschaftstraining voll mit und könnte am nächsten Wochenende sein Comeback in der U 21 geben. Ganz so weit ist Pascal Köpke noch nicht, der 26-Jährige ist nur bei Teilen des Mannschaftstraining dabei, Übungen mit Körperkontakt sind für ihn nach seinem Kreuzbandriss noch tabu. Aber: "Es sieht gut bei ihm aus, seine Bewegungen sind absolut flüssig", so Klauß, der davon ausgeht, dass Köpke bald voll einsteigen kann.

Chris Biechele

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