3. Liga

KFC Uerdingen spricht Kündigungen gegen Spieler aus

Gehaltsgefüge soll Etat angepasst werden

KFC Uerdingen spricht Kündigungen gegen Spieler aus

Ihre Verträge laufen am Saisonende aus: Stefan Krämer und Stefan Reisinger. Andere Kontrakte wurden gekündigt.

Ihre Verträge laufen am Saisonende aus: Stefan Krämer und Stefan Reisinger. Andere Kontrakte wurden gekündigt. imago images

Beim KFC Uerdingen ist die Zeit der Entscheidungen angebrochen. Nachdem sich der nicht nur sportlich, sondern auch finanziell angeschlagene Drittligist in den vergangenen Wochen etwas stabilisierte, beginnen die neuen Investoren der Noah-Gruppe und der Insolvenzverwalter Dr. Claus-Peter Kruth mit den Vorbereitungen für die Phase nach Abschluss des laufenden Insolvenzverfahrens.

Klares und wichtiges Ziel: Verbleib in der 3. Liga

Das Wichtigste dabei ist das Sportliche. Nach acht Punkten aus vier Spielen hat das Team von Trainer Stefan Krämer realistische Chancen auf den Klassenerhalt. Zwar sagte Kruth zuletzt, dass auch in der Regionalliga eine Sanierung der Fußball-GmbH möglich sei. Allerdings legen die Geldgeber der Noah-Gruppe großen Wert auf einen Spielbetrieb in der 3. Liga.

Sollte sich der KFC sportlich in der Liga halten, könnte sich das Gesicht des Teams radikal verändern. Kruth hatte bereits kommuniziert, zukünftig müsse gespart werden. Das könne man dann auch an den Spielern sehen, es werde weniger namhafte Gesichter geben. Nach dem Insolvenzantrag des KFC hatten kicker-Informationen zufolge bereits einige Spieler des Kaders von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Teilweise, weil ihnen der Klub noch im Winter sportlich und finanziell reizvolle Wechsel verweigerte. Teilweise aber auch nur, um ihre Verträge im Sommer neu aushandeln zu können.

Weitere Verträge mit Fußballern kündigte nun nach kicker-Informationen der Verein seinerseits, am 1. April läuft eine entsprechende Frist ab. Mindestens drei KFC-Spieler erhielten demnach ohne Vorwarnung ihre Kündigungen zum Saisonende. Ein Sprecher Kruths bestätigte, dass Kündigungen ausgesprochen würden: "Dies ist erforderlich, um das Gehaltsgefüge auf den Etat der kommenden Saison anzupassen, und kann unter insolvenzspezifischen Erleichterungen umgesetzt werden. Die Verantwortung der Kaderplanung für die kommende Saison liegt in den Händen des Investors, der unseres Wissens hierzu bereits erste Gespräche geführt hat."

Krämers und Reisingers Verträge laufen aus

Diverse Kontrakte laufen zudem aus, beispielsweise mit Cheftrainer Krämer und Co-Trainer Stefan Reisinger. Im Sommer könnte für die aktiven Spieler dann die längst überfällige massive Korrektur der Fehler in der Personalpolitik der vergangenen Jahre folgen: Weg vom finanziell lukrativen Paradies für Akteure mit prominenten Namen hin zu einem leistungsorientierten Fußball-Unternehmen.

Jim Decker