Champions League

Benedikt Höwedes im kicker-Interview über Schalke, Domenico Tedesco, Moskau und Juventus

Schalker Urgestein kehrt zurück

Höwedes: "Von ihnen habe ich immer Wertschätzung verspürt"

Benedikt Höwedes

Erstmals auf Schalke gegen Schalke: Benedikt Höwedes. picture-alliance

Die erste Rückkehr in "sein Wohnzimmer" wird es am Dienstagabend nicht, versichert Benedikt Höwedes im kicker-Interview (Montagsausgabe). In der Vorsaison hatte Schalkes Urgestein beim Pokalspiel der Königsblauen gegen Köln mit seinem Vater, "der glühender Schalke-Fan ist", "ganz normale Plätze, ich war da sozusagen undercover, wollte kein Aufsehen". Ohne Erfolg. "Ganz geheim geblieben ist es aber dann doch nicht."

Dass er seinen alten Kollegen mitten in der Saison einen Besuch abstatten konnte, lag einem weniger schönen Aspekt zugrunde. Wie so oft hatte Höwedes Juventus während dieser Zeit verletzt gefehlt , kam in seiner Saison beim italienischen Serienmeister auf lediglich drei Einsätze. "Sportlich war es für beide Seiten nicht zufriedenstellend", gibt er zu; auch wenn er letztlich Meister und Pokalsieger wurde. "Zwischenmenschlich war die Zeit sogar ein voller Erfolg. Ich habe mich bei Juve richtig wohlgefühlt, die Typen dort und das Mannschaftsklima waren phänomenal."

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Champions League - Vorrunde, 6. Spieltag
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2
Schalke FC Schalke 04
11
3
Galatasaray Galatasaray SK
4

Nach Ende der Leihe machte Höwedes sogar Teile der Saisonvorbereitung beim FC Schalke mit, obwohl nach dem ersten Abschied, den er sich "komplett anders vorgestellt" hatte, eigentlich feststand, dass er nicht mehr für Königsblau spielen würde.

Das Thema möchte ich nicht noch mal aufwärmen.

Höwedes über seinen Abschied auf Schalke

Domenico Tedesco hatte Höwedes zu Beginn seiner Amtszeit erst die Kapitänsbinde entnommen und ihn dann auf die Bank beordert. "Das Thema möchte ich nicht noch mal aufwärmen. Mein Herz hängt weiterhin an Schalke und an den Fans. Über die definiert sich der Verein ja vor allem, und von ihnen habe ich immer Wertschätzung verspürt."

Jetzt ist er in Moskau und kehrt mit Lokomotive nach Gelsenkirchen zurück. Für den russischen Meister geht es im Rückspiel noch um das Überwintern in der Europa League, Schalke ist bereits fürs CL-Achtelfinale qualifiziert. "Unter diesem Aspekt kommt eine Wundertüte auf uns zu", sagt Höwedes über den Verein, der jetzt sein Gegner sein wird. "Einerseits freue ich mich darauf, nach Hause zu kommen. Aber es wird nie normal für mich sein, gegen Schalke zu spielen. Den Verein, für den ich 16 Jahre lang aktiv war und dessen Fan ich immer noch bin." Das sei schon im Hinspiel so gewesen, "und wird es am Dienstag - sozusagen in meinem Wohnzimmer - erst recht".

Warum Höwedes noch kein Russisch lernt, wie ihm das Leben im wenig russischen Moskau gefällt und weshalb ein Rücktritt aus der Nationalelf für ihn kein Thema ist, lesen Sie im kicker vom Montag!

mkr/Thiemo Müller