2. Bundesliga

Heckings Vision vom 1. FC Nürnberg: "Es gibt Hoffnung"

Der Sportvorstand und seine Vision vom FCN

Hecking: "Als Bundesligist würden wir uns leichter tun"

"Die aktuelle Situation zu meistern, ist eine große Herausforderung": Dieter Hecking.

"Die aktuelle Situation zu meistern, ist eine große Herausforderung": Dieter Hecking. imago images

Nach 20 Jahren als Trainer ist Dieter Hecking jetzt Sportvorstand beim 1. FC Nürnberg - "die richtige Entscheidung", wie er selbst im kicker-Interview (Montagausgabe) sagt: "Ich hatte noch nicht einen Tag, an dem ich im Büro saß und gedacht habe, wäre ich bloß auf dem Platz."

Und der 56-Jährige hat ambitionierte Pläne beim FCN: Er will nicht weniger als die Denkmuster im Umfeld durchbrechen. Dass beim Anhang das sprichwörtliche Glas immer halb leer ist, "habe ich schon als Trainer vor zehn Jahren hier angeprangert", sagt Hecking. "Den Spruch 'Der Club ist a Depp' bekommt das kleine Kind beigebracht."

"Wir müssen es schaffen, das Gesamtbild des FCN deutlich positiver darzustellen"

Wie sich das ändern soll? Das gehe "nur mit Erlebnissen wie dem Relegationstor in letzter Sekunde", glaubt Hecking. "Wir müssen es schaffen, das Gesamtbild des FCN deutlich positiver darzustellen, damit die Leute sagen, es gibt Hoffnung."

Der Saisonstart unter dem neuen Trainer Robert Klauß ist mit vier Punkten aus drei Spielen zumindest nicht misslungen. Hecking wirbt für Geduld: "Die aktuelle Situation zu meistern, ist eine große Herausforderung. Wir leben in Nürnberg nicht im Schlaraffenland, sind 16. geworden und müssen wie andere Vereine auch Corona verarbeiten. Zu glauben, dass wir einfach so wieder vorne dabei sind, wäre unrealistisch."

Die Zahlen, die wir am 20. Oktober präsentieren, werden wir in einem Jahr nicht mehr haben"

Der Club sei "in den vergangenen zwei Jahren durchgeschüttelt worden, die negativen Erlebnisse sitzen im Kopf. Die Hoffnung auf Besserung ist zu spüren, dennoch wird es sportlich und wirtschaftlich ein intensiver Weg." Mit den Transferlösen aus dem Vorjahr habe man "viel abgefedert. Aber: Schon jetzt ist absehbar, dass wir die Zahlen, die wir am 20. Oktober auf der Mitgliederversammlung noch präsentieren, in einem Jahr nicht mehr haben werden."

Hat der FCN ein Sponsorenproblem, wenn sich in der Region ansässige Großfirmen wie Siemens oder Schäffler lieber bei Real Madrid oder dem FC Bayern engagieren? "Als Bundesligist würden wir uns sicher leichter tun", entgegnet Hecking. "Dennoch erzeugt der FCN auch heute so viele Emotionen und verkörpert Werte, die es für Unternehmen attraktiv macht, mit uns eine Partnerschaft einzugehen."

Warum kamen beim letzten Heimspiel weniger Zuschauer als möglich? Liebäugelt er immer noch mit einem Sportdirektor? Und ist er für Klauß als Ex-Trainer Fluch oder Segen? Das große Interview mit Dieter Hecking lesen Sie im aktuellen kicker vom Montag - oder hier als e-Magazine.

jpe

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