Bundesliga

Füllkrug über Fehler, Friedl und das "Werder von früher"

Angreifer bemängelt "einfache Gegentore" - Fragezeichen bei Bittencourt

Füllkrug über Fehler, Friedl und das "Werder von früher"

Bremens Niclas Füllkrug fühlte sich gegen Frankfurt an alte Zeiten  aus dem Werder-Internat erinnert.

Bremens Niclas Füllkrug fühlte sich gegen Frankfurt an alte Zeiten aus dem Werder-Internat erinnert. IMAGO/Nordphoto

Der erste Satz von Niclas Füllkrug klang zunächst noch etwas euphorisch: "Das ist das Werder von früher: Spektakel", sagte der Angreifer nach der ereignisvollen 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Er habe sich dabei an seine Zeit im Werder-Internat erinnert gefühlt, als der damalige Bremer Nachwuchsstürmer stets die oftmals torreichen Partien der Profis verfolgte. "Da ging es auch immer hoch her ..."

Beim Rest seiner Replik entwich die Begeisterung anschließend jedoch seinen Worten, Füllkrug bilanzierte mit ruhiger Stimme: "Leider diesmal mit dem schlechteren Ende für uns - gegen eine individuell sehr stark besetzte Mannschaft, die diese Saison Champions League spielt." Im vierten Bundesliga-Spiel der Saison mussten die Bremer gegen den Europa-League-Sieger die erste Niederlage hinnehmen.

Füllkrug: "Defensive Leistung muss sich verbessern"

Bis dato hatte der Aufsteiger in jeder Partie zwei Gegentore kassiert, war aber trotzdem jeweils zu Punkten gekommen: 2:2 in Wolfsburg, 2:2 gegen Stuttgart, 3:2 in Dortmund. Jene vier Gegentreffer am Sonntagabend waren diesmal jedoch zu viel. "Dann wird es irgendwann auch mal eng, die Spiele zu gewinnen", betonte Füllkrug, "die defensive Leistung muss sich verbessern". Und der Angreifer machte dabei explizit keinen Unterschied zwischen Offensive und Defensive: "Ich rede immer von der ganzen Mannschaft."

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Gegen Frankfurt führten allerdings viele individuelle Nachlässigkeiten und Fehler zum damit letztlich auch verdienten Endresultat. Insbesondere Kapitän Marco Friedl präsentierte sich zwischenzeitlich völlig von der Rolle und fiel mit mehreren Fehlpässen negativ auf, insbesondere vor dem 2:2. Füllkrug äußerte sich trotzdem aufbauend über den Österrreicher: "Wir brauchen seine Leistung, sind als Mannschaft auch darauf angewiesen. Ich hoffe, dass er schnell in die Spur kommt und Topleistung bringt."

Grundsätzlich hat der 29-jährige Werder-Stürmer festgestellt, "sind es eigentlich immer ziemlich einfache Gegentore, die wir kriegen". Schon beim 3:2 in Dortmund seien die Treffer aus der Distanz nur gefallen, weil es die Bremer versäumt hatten, Druck auf den Torschützen auszuüben. "Wir müssen überall etwas aktiver sein", fordert Füllkrug, "und einfach die Fehler abstellen".

Zerrung im Rippenbereich: Warten auf Bittencourt

Das gilt wenn möglich schon für die Partie am Samstag in Bochum, gegen den noch punktlosen Tabellenletzten. Ob Leonardo Bittencourt dann wieder mitwirken kann, nachdem er wegen einer Zerrung im Rippenbereich ausgewechselt werden musste, steht noch nicht fest. "Wir müssen abwarten, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt", sagte Leiter Profifußball Clemens Fritz am Montag über einen Einsatz beim VfL: "Es steht ein Fragezeichen dahinter."

Tim Lüddecke

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