Bundesliga

Hansi Flick vor 1. FC Köln: "Ich sehe uns nicht als Gegner"

Bayern: Müller und Gnabry wieder im Kader

Flick: "Ich sehe uns nicht als Gegner"

"Aber wie die Mannschaft trainiert und sich motiviert, ist herausragend": Hansi Flick.

"Aber wie die Mannschaft trainiert und sich motiviert, ist herausragend": Hansi Flick. imago images

In der Champions League hat der FC Bayern wieder seine Schokoladenseite gezeigt, während es in der Liga in den vergangenen Wochen nicht ganz rund lief mit den zwei sieglosen Partien in Folge. Der Vorsprung an der Tabellenspitze ist auf zwei Zähler geschrumpft. Für Trainer Hansi Flick ist es aber noch längst kein Grund zur Sorge, schließlich habe es "gewisse Vorzeichen" für das 3:3 gegen Bielefeld und dem 1:2 in Frankfurt gegeben. Allerdings wolle der FCB-Coach "keine Entschuldigungen" gelten lassen, wie er sagt.

Ist der gefährlichste Gegner für den FC Bayern im Kampf um den Titel der FC Bayern selbst?

Im Gegenteil: Er erwarte von seiner Mannschaft, dass auch gegen Köln "der Wille zu gewinnen so groß ist" wie beim 4:1 in Rom am Dienstag. Dass sein Team also auch den vermeintlich kleineren Kontrahenten, der gegen den Abstieg kämpft, so ernst nimmt wie einen Gegner aus einem Königsklassen-Achtelfinale. Allein, um eine Einstellungs-Debatte an der Säbener Straße zu vermeiden. Und doch zeigt der FCB in dieser Saison häufig unterschiedliche Gesichter. Daher die Frage: Ist der gefährlichste Gegner für den FC Bayern im Kampf um den Titel womöglich sogar der FC Bayern selbst?

"Nein", sagt Flick: "Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Natürlich haben wir Punkte liegenlassen. Aber wie die Mannschaft trainiert und sich motiviert ist herausragend. Deshalb sehe ich uns nicht als Gegner. Die Mannschaft hat genau diese Einstellung, die man braucht, um eine Saison erfolgreich zu Ende zu spielen. Weil ich den Willen spüre."

Wir sind zwei Punkte vorne, alles andere interessiert mich aktuell nicht.

Trainer Hansi Flick

Und Fakt ist ja auch: Trotz kleinerer Dellen, trotz Punktverlusten und teils größerer Personalsorgen führen die Münchner nach wie vor die Tabelle an. Die potenziellen Meisterschaftsanwärter hinter den Bayern müssen ohnehin erstmal ihre Spiele gewinnen. Denn momentan, das weiß auch Flick, "sind zwei Punkte vorne, und alles andere interessiert mich aktuell nicht".

Müller und Gnabry sind wieder dabei

Am Samstag gegen den 1. FC Köln soll nun der Trend aus der Champions League fortgesetzt werden. Mit Serge Gnabry, der seine Muskelverletzung überstanden hat, und Thomas Müller, der seinen Quarantäne-Aufenthalt beendet hat. Beide sollen sofort zum Kader zählen.

Georg Holzner

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