Bundesliga

Borussia Mönchengladbach: Favre-Comeback auf der Zielgeraden

Rückkehr des Schweizers nach Mönchengladbach steht bevor

Favre-Comeback auf der Zielgeraden

Er ist zurück bei "seiner" Borussia: Lucien Favre.

Er ist zurück bei "seiner" Borussia: Lucien Favre. imago images

Wie der kicker bereits berichtete, war Favre der Top-Kandidat auf die Hütter-Nachfolge. Inzwischen befindet sich die Verpflichtung des 64-Jährigen auf der Zielgeraden. Was die "Bild" zuerst berichtete, deckt sich mit Informationen des kicker: Favre steht in den Startlöchern, um die Fohlen ein zweites Mal zu übernehmen. Es ist zu erwarten, dass der Schweizer in der kommenden Woche vorgestellt wird. Eine Bestätigung, dass man mit Favre Einigung erzielt hat, gibt es seitens der Borussia noch nicht.

Vom 14. Februar 2011 bis zum 20. September 2015 saß Favre zum ersten Mal auf der Borussen-Bank. In diese Amtszeit fiel die sensationelle Rettung 2011, als Favre den im Grunde abgeschlagenen Tabellenletzten zunächst noch bis auf Platz 16 führte und dann über die Relegation gegen den VfL Bochum (1:0, 1:1) in der Bundesliga hielt. In den Jahren danach folgte unter Favres Regie die Rückkehr in den Europapokal und sogar der Sprung in die Champions League.

Viertbester Punkteschnitt

Nach fünf Spieltagen in der Saison 2015/16 trat Favre zurück. Er zog die Konsequenz aus dem Fehlstart mit fünf Niederlagen. Mit einem Punktschnitt von 1,62 in seinen viereinhalb Jahren zählt Favre zu den erfolgreichsten Gladbacher Trainern und steht im Ranking, das von Legende Hennes Weisweiler (1,74) angeführt wird, auf Platz 4. In 153 Bundesligaspielen fuhr er 70 Siege ein und holte 38 Remis. 45 Begegnungen gingen verloren.

Favre hat den Ruf des Perfektionisten und Taktik-Tüftlers. Der Fohlenelf verlieh er in seiner ersten Amtszeit eine klare Handschrift und formte ein Team mit einer außergewöhnlich guten Organisation.

Auch jetzt wird es wieder darauf ankommen, dass Favre der Mannschaft Struktur gibt und ihr zu Stabilität verhilft. Die defensive Anfälligkeit ist seit zwei Jahren eines der ganz großen Probleme. In den vergangenen zwei Spielzeiten kassierte die Mannschaft insgesamt 117 Gegentore.

Jan Lustig

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