2. Bundesliga

Fan-Entgleisungen: FCK muss 17.000 Euro zahlen

Pfälzer können nach Einspruch das Strafmaß verringern

Fan-Entgleisungen: FCK muss 17.000 Euro zahlen

Unter anderem wegen diesem Fan, der im April gegen den KSC das Feld stürmte, muss der 1. FC Kaiserslautern 17.000 Euro bezahlen.

Unter anderem wegen diesem Fan, der im April gegen den KSC das Feld stürmte, muss der 1. FC Kaiserslautern 17.000 Euro bezahlen. picture alliance

Nachdem der 1. FC Kaiserslautern nach einem Urteil des DFB-Sportgerichts vom 5. Juli 2016 fristgerecht Einspruch erhoben hatte - der Verein war nach drei Vorfällen aus dem Fanlager zu einer Geldstrafe in Höhe von 22.000 Euro und einer Bewährungsverlängerung um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2017 verurteilt worden -, konnten die Pfälzer eine Verringerung der festgelegten Strafe um 5.000 Euro auf 17.000 Euro erreichen.

Zwei Flitzer, Bier und Banner

Bei den drei geahndeten Fällen handelte es sich um einen Flitzer am 10. April 2016 im Heimspiel gegen den Karlsruher SC, ein auf Spieler geschüttetes Bier aus dem Zuschauerbereich in derselben Partie sowie Banner mit beleidigendem Inhalt beim Heimspiel gegen RB Leipzig am 25. April 2016. In der Revision wurde nun auch noch ein weiterer Flitzer-Vorfall beim Heimspiel gegen Hannover 96 am 5. August 2016 behandelt.

Trotz des zusätzlichen Anklagepunktes konnten die Roten Teufel, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Thomas Gries, den Vorstand für Finanzen und Organisation Michael Klatt und Rechtsanwalt Prof. Dr. Rainer Cherkeh, nach einer mehrstündigen mündlichen Verhandlung das Strafmaß vermindern.

Unseren Fans muss bewusst sein, dass Geldstrafen oder mögliche Zuschauerteilausschlüsse derzeit das Letzte sind, was unseren Verein weiterbringt.

FCK-Vorstandsvorsitzender Thomas Gries

"Der Vorstand des FCK war und ist sich seiner Verantwortung in Bezug auf Präventivmaßnahmen zur Verhinderung von Fehlverhalten seiner Fans sehr bewusst", sagte Gries, der bis zu 8.500 Euro der Geldstrafe für sicherheitspräventive Maßnahmen investieren darf. "Wir werden weiterhin großen Wert auf eine gute Fanbetreuung und eine intensive Kommunikation mit unseren Anhängern legen." Trotz der Bemühung um eine gute Beziehung zu den Fans übte er dennoch Kritik an den FCK-Anhängern: "Unseren Fans muss bewusst sein, dass Geldstrafen oder mögliche Zuschauerteilausschlüsse derzeit das Letzte sind, was unseren Verein weiterbringt."

Der 1. FC Kaiserslautern und der DFB-Kontrollausschuss haben dem Urteil zugestimmt. Damit ist es auch rechtskräftig.

kög