Bundesliga

Robin Dutt im kmd-Podcast: "Sané ist taktisch noch nicht auf dem Niveau"

Trainer im "kicker meets DAZN"-Podcast

Dutt: "Sané ist taktisch noch nicht auf dem Niveau"

Beobachtet die Szene ganz genau: Robin Dutt.

Beobachtet die Szene ganz genau: Robin Dutt. imago images

Spektakulär? So empfand Dutt die Partie zwischen Gladbach und dem FC Bayern (3:2) nicht. Sie sei "interessant" gewesen, weil Gladbach das Spiel noch gedreht hat, "aber hochspektakulär war es nicht".

Gerade die Tore nahm Dutt ganz genau unter die Lupe. Dem ersten Gladbacher Treffer ging eine Fehlerkette voraus, ein Glied davon war auch Leroy Sané. An der Einstellung mangelt es dem Bayern-Neuzugang nicht, glaubt Dutt. Aber: "Sané verpasst in Pressingsituationen und in Umschaltsituationen den richtigen Zeitpunkt. Er ist taktisch noch nicht auf dem Niveau, um die Situation zu erkennen, wie ein Thomas Müller sie beispielsweise erkennt." Bei der Arbeit gegen den Ball habe er "Aufholbedarf. Man muss taktisch gezielt mit ihm arbeiten." Ihn deswegen nicht mehr auflaufen zu lassen, wäre aber der falsche Weg. "Auf der Bank lernt es Sané nicht."

Weniger Taktik kommt BVB zugute

Beim Spiel zwischen Leipzig und Dortmund (1:3) sah Dutt unterdessen zwei verschiedene Halbzeiten. Das Spiel sei nach Wiederanpfiff "wilder geworden, weil es nicht mehr ganz so taktisch geprägt war. Das hat Vorteile für Dortmund ergeben." Leipzigs Identität habe sich unter Julian Nagelsmann leicht verändert. "Ballbesitz mit Tempo ist unter Julian gestiegen", so Dutt. "Davor hatte Pressing einen höheren Stellenwert."

Man merkt: Dutt blickt weiter genau auf das Fußballgeschehen, schließlich will er - am liebsten als Trainer - bald wieder im Geschäft Fuß fassen. Er sieht es deswegen als "absolute Pflicht" an, auf der Höhe zu bleiben. "Seine eigenen Ideen zu überprüfen ist ein absolutes Muss", sagt der 55-Jährige. "Im Geist war ich immer Trainer", so Dutt, der auch schon als Sportdirektor und Sportvorstand gearbeitet hat.

Auch in Bremen stand Dutt 2013/14 an der Seitenlinie, eine Geschichte ist ihm besonders in Erinnerung geblieben. Ein Werder-Geschäftsführer habe ihm vor Dienstantritt gesagt, man könne für sechs oder sieben Millionen Spieler einkaufen. Der Nachsatz: "Aber erst, wenn wir Spieler für sechs bis sieben Millionen verkauft haben."

Dutt spricht auch über das Gladbach-Duo Jonas Hofmann/Lars Stindl, große Fußstapfen bei seinen Trainerstationen - und warum ihm beim Thema Trainer-Lehrgangsbester als erstes das Wort "Katastrophe" rausrutscht.

Die neue "kicker meets DAZN"-Folge jetzt hören:

KMD #67 - Robin Dutt
11. Januar 202101:29:45 Stunden

KMD #67 - Robin Dutt

Hefte raus, jetzt wird analysiert! Keine Sorge, in der neuen Folge geht's aber nicht um Stochastik oder Gedichtsinterpretation, sondern ausführlich um die beiden Topspiele des Wochenendes Gladbach gegen Bayern und Leipzig gegen Dortmund. Dafür haben wir uns mit Robin Dutt einen echten Fußballlehrer eingeladen, der erklärt, was die Fohlen und der BVB bei ihren Siegen besonders gut gemacht haben. Außerdem verrät er, wie groß die Fußstapfen von Volker Finke in Freiburg waren und die Besonderheit bei den Vertragsverhandlungen damals mit Werder Bremen. Dazu reden wir mit kicker-Reporter Carsten Schröter-Lorenz über das Team der Stunde aus Freiburg und hitzige Ranglisten-Konferenzen in der kicker-Redaktion. Und ja, liebe Schalke-Fans, über den königsblauen Wunderknaben Matthew Hoppe wird natürlich auch gesprochen...

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