Bundesliga

Der "tadellose" Kaiser will bis zum Sommer bleiben

Von der Regionalliga in die Champions League

Der "tadellose" Kaiser will bis zum Sommer bleiben

Sein Moment war gekommen: Domini Kaiser bei seiner Einwechslung gegen Besiktas.

Sein Moment war gekommen: Domini Kaiser bei seiner Einwechslung gegen Besiktas. imago

Mit 164 Partien ist er mittlerweile der Rekordspieler für die Leipziger. Neben Ersatzkeeper Fabio Coltorti ist er der einzige Spieler, der schon seit Regionalliga-Zeiten dabei ist. Da sowohl Emil Forsberg als auch Marcel Sabitzer ausfielen, schlug die Stunde für den 29-jährigen Publikumsliebling.

"Die Chancen waren da", ärgerte sich Kaiser nach dem Abpfiff. "Wir waren da teilweise zu umständlich und haben es verpasst, frühzeitig abzuschließen. Das müssen wir uns vorwerfen lassen. Ansonsten war das eine ordentliche Leistung heute."

Die Atmosphäre im Stadion, die besondere Zuneigung der Fans, all das versucht Kaiser "aufzusaugen". Zumal Kaiser in seiner sechsten Saison sportlich kaum eine Rolle spielt, nachdem seine Einsatzzeiten schon in der vergangenen Spielzeit weniger wurden. In der aktuellen Runde kommt er in drei Wettbewerben auch fünf Kurzeinsätze mit insgesamt 79 Minuten Spielzeit. Zu wenig für einen, der es gewohnt war, regelmäßig zu spielen.

"Natürlich ist meine Situation für mich nicht zufriedenstellend. Jeder Spieler möchte mehr auf dem Platz stehen – auch ich", gestand Kaiser offen ein und merkte an: "Deshalb mache ich mir sicher Gedanken, wie es in den nächsten Monaten weitergeht. Aktuell spricht nichts dagegen, dass ich auch in der Rückrunde bei RB bin". Ein Wechsel im Winter scheint derzeit eher unwahrscheinlich. Vielmehr wird es wohl im Sommer zur Trennung kommen – dann läuft der Vertrag von Kaiser in Leipzig aus.

In dieser Rückrunde wird RB dann in der Europa League spielen. Mehr Erfahrungen für die junge Truppe, sieht Kaiser darin. "Wir werden eine gute Rolle spielen", ist sich der 29-Jährige sicher. Die Leistungen in der Champions League wertete er als ordentlich. " Die sechs Spiele haben gezeigt, dass wir uns vor niemandem verstecken müssen, dass wir sportlich gegen europäische Topmannschaften auf Augenhöhe sind ".

Als Zeichen für den Spieler, der ein tadelloser Teil des Kaders ist. Er beschwert sich nicht, wenn er auch mal nicht spielt, sondern positiv dafür sorgt, dass wir erfolgreich sind.

Ralph Hasenhüttl

Für Trainer Ralph Hasenhüttl war die Einwechslung eine eher emotionale als sportliche Entscheidung. Kaiser war beim Österreicher in den vergangenen Monaten außen vor. "Mit dem, was der Spieler für den Verein alles geleistet hat bisher, war es notwendig", sagte Hasenhüttl zu seiner Entscheidung und fand dann lobende Worte für den offensiven Mittelfeldspieler: "Das finde ich wichtig, als Zeichen für den Spieler, der ein tadelloser Teil des Kaders ist. Er beschwert sich nicht, wenn er auch mal nicht spielt, sondern positiv dafür sorgt, dass wir erfolgreich sind". Allerdings: Kaiser würde dazu gerne häufiger auf dem Platz beitragen.

Fabian Held

kicker.tv Hintergrund

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