Bundesliga

Cvancara: "…dann sehe ich keinen Grund, warum ich es nicht schaffen sollte"

Borussias neuer Stürmer über den Wechsel, die Erwartungshaltung und seine Vielseitigkeit

Cvancara: "…dann sehe ich keinen Grund, warum ich es nicht schaffen sollte"

Soll bei den Gladbachern in der kommenden Saison die Tore schießen: Tomas Cvancara.

Soll bei den Gladbachern in der kommenden Saison die Tore schießen: Tomas Cvancara. IMAGO/Buzzi

Die Tinte unter dem Fünfjahresvertrag ist trocken. Bis 2028 hat sich die Borussia die Dienste des Nationalspielers gesichert und eine Ablösesumme in Höhe von 10,5 Millionen Euro an Sparta Prag überwiesen. Für Cvancara kann das Abenteuer Bundesliga beginnen.

"Am Ende bin ich sehr froh, dass es geklappt hat"

In einem Interview mit der Zeitung Sport äußerte sich der Stürmer jetzt zufrieden und glücklich, dass seine Zukunft geregelt ist. "Es ist eine Mischung aus Erleichterung und Freude", sagte Cvancara über seine Gefühlslage. Während er sich mit den Borussen früh einig geworden sei, habe lange Unklarheit geherrscht, ob der Transfer am Ende auch wirklich stattfinden würde. "Man musste abwarten, wie sich die Sache zwischen den Vereinen entwickelt. Das machte es für mich umso schwieriger. Ich wusste, dass ich es nicht beeinflussen kann. Ich konnte nur abwarten. Am Ende bin ich sehr froh, dass es geklappt hat", erklärte der Angreifer.

Mit seinen Toren in der vergangenen Saison schoss Cvancara Sparta Prag nicht nur Richtung Meisterschaft, sondern sich selbst auch verstärkt ins Rampenlicht. Gladbach war einer der Vereine, die Interesse zeigten. Er habe in den Gesprächen mit Borussias Verantwortlichen "gespürt, dass sie in mir einen Spieler sehen, der sich weiterentwickeln kann", erzählte Cvancara und blickte noch einmal auf die anderthalb Jahre im Trikot von Sparta zurück: "Ich bin Sparta sehr dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, mich als Spieler zu entwickeln und weiterzukommen."

Cvancara war erst 2022 nach Prag gewechselt

Als er im Januar 2022 von FK Jablonec nach Prag gekommen sei, hätten sich "die Leute an die Stirn getippt, was ich bei Sparta machen würde", so Cvancara. "Aber mit der Zeit habe ich die Fans gewonnen. Das Team und ich haben angefangen, gut zu spielen. Ein großes Dankeschön an die Fans, meine Mannschaftskameraden, den ganzen Verein. Ich werde diese Zeit in sehr schöner Erinnerung behalten. Niemand kann mir den Titel nehmen. Hoffentlich gibt es eines Tages die Möglichkeit, zu Sparta zurückzukehren und noch mehr hinzuzufügen."

Variabler Offensivspieler

Cvancara sagte, er habe "eine Vorstellung" davon, was die Borussen von ihm erwarten würden. "Marcus Thuram ist gegangen, ich soll sein Ersatz sein", meinte der Nationalspieler. Dennoch sei er als Spielertyp nicht auf die Mittelstürmerrolle fixiert. "Die Gladbacher wissen auch, dass ich variabel bin. Ich kann auf dem Flügel spielen, in Jablonec habe ich auf der 10 gespielt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie sie mich einsetzen können", so Cvancara.

Er werde mit seiner Familie - Cvancara ist vor kurzem Vater einer Tochter geworden - zunächst einmal ins Hotel ziehen, dann wird eine Wohnung gesucht. Und er sei, was die neue Aufgabe angeht, "ein bisschen nervös", gestand Cvancara. "Ich weiß, dass hohe Erwartungen an mich gestellt werden. Ich muss vom Kopf her gut aufgestellt sein, dann sehe ich keinen Grund, warum ich es nicht schaffen sollte."

Cvancara erhofft sich nächsten Schritt in der Nationalelf

Im März hatte Cvancara sein Debüt in der tschechischen Nationalmannschaft gefeiert. Gegen Polen (3:1) gelang ihm im ersten Länderspiel auch gleich ein Tor. Vom Wechsel in die Bundesliga erhofft sich der 22-Jährige auch einen Schub in Sachen Nationalelf. Cvancara sagte: "Ich hoffe, dass mich die Bundesliga, der Wettbewerb und die Qualität der Liga noch mehr beflügeln werden. Ich glaube, dass ich mich in der Nationalmannschaft gut eingeführt habe. Jetzt wird es darum gehen, dass ich mich weiter verbessere. Ich werde der Nationalmannschaft noch mehr bieten können." 

Vit Chalupa, jan

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