3. Liga

Cueto: "Interessiert mich nicht, wie viele Punkte wir haben"

Platz 10 und 40-Punkte-Marke geknackt: Viktoria Köln im Aufwärtstrend

Cueto: "Interessiert mich nicht, wie viele Punkte wir nach vorn, hinten oder seitwärts haben"

So torgefährlich wie noch nie: Viktoria Kölns Außenbahnspieler Lucas Cueto.

So torgefährlich wie noch nie: Viktoria Kölns Außenbahnspieler Lucas Cueto. imago images

Seit fünf Spielen ist Viktoria Köln in der 3. Liga ungeschlagen, zuletzt gab es ein 1:1 gegen Unterhaching. Gegen das Tabellenschlusslicht aus Bayern reichte letztlich eine Ecke in der 86. Minute, um einen Punkt am Rhein zu behalten. Doch die letzten Spiele sind keine Selbstverständlichkeit: Seit dem 6. Spieltag ging es für die Viktoria in der Tabelle fast nur noch nach unten. Zwischenzeitlich rutschte man auf Platz 16 ab, und stand damit nur einen Rang über der Abstiegszone. Mit dem Punktgewinn gegen Haching hat sich das Team von Olaf Janßen auf Platz 10 eingenistet und verfügt über ein Sieben-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze -noch näher dran ist Platz fünf und Saarbrücken, das bis vor Kurzem noch zu den Aufstiegskandidaten zählte.

"Mein persönliches Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen. Da interessiert mich nicht, wie viele Punkte wir nach vorn, hinten oder seitwärts haben", sagt Cueto in einem Interview auf der Vereins-Website. Beruhigend sollte der Aufwärtstrend dennoch sein, denn mit solch einer Form haben die Kölner bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Ich weiß, wo ich zu stehen habe, um mich in die richtige Position zu bringen - und dann zu treffen.

Lucas Cueto

"Ich glaube schon, dass wir in den letzten Wochen deutlich gieriger darauf geworden sind, Spiele zu gewinnen", analysiert Cueto den Trend. In der Tat hat die Viktoria seit dem 21. Februar genauso viele Siege eingefahren, wie in den ersten 22 Spielen der Saison - nämlich fünf. Die Punktausbeute seit Ende Februar: 16 von 24 möglichen Zählern. Seinen Teil dazu beigetragen hat auch Cueto, der in vier von fünf Siegen ein Tor geschossen hat. "Ich weiß, wo ich zu stehen habe, um mich in die richtige Position zu bringen - und um dann zu treffen. Meine größte Waffe ist dabei natürlich mein Tempo. Das hilft mir sehr", weiß auch der 25-Jährige um sein Können.

Rückkehr in die Heimat nur eine Nebenrolle

Der gebürtige Kölner ist nach Stationen in St. Gallen und Münster zurück in der Heimat. Von 2014 bis 2015 spielte er beim Stadtrivalen 1. FC Köln, doch noch nie war der Außenbahnspieler so torgefährlich wie bei der Viktoria: In 27 Spielen schoss er elf Tore und ist der beste Torschütze seiner Mannschaft. "Dass ich mich in Köln sehr wohlfühle, ist kein Geheimnis. Ich bin hier aufgewachsen und ein großer Teil meiner Familie wohnt hier. Das ist natürlich ein wichtiger Wohlfühlfaktor." Seine Torgefahr mit der Rückkehr nach Köln zu begründen hält er dagegen für falsch: "Ich denke nicht, dass ich meine Leistungen nur deswegen bringe. Es ist eine schöne Nebensache, hat aber keinen großen Einfluss darauf."

Wegweisende Partien gegen starke Gegner

In den nächsten Wochen muss Viktoria Köln dann zeigen, ob die letzten Partien ein Zufall waren oder ob die Kurve längerfristig nach oben zeigt. Während die Rheinländer zuletzt Punkte gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion holen konnten, folgen in nächster Zeit die tabellarischen Nachbarn aus Zwickau und Teams, die noch weiter oben mitspielen, wie 1860, Verl oder Dresden. Zum Glück hat sich Cueto dafür eine passende Devise gesucht: "Mein Motto ist, morgen ein besserer Spieler zu sein als heute." Am Sonntag (13 Uhr) geht es für die Domstädter gegen den FSV Zwickau. Die Sachsen spielen am Mittwochabend (17 Uhr) im Nachholspiel in Kaiserslautern.

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