2. Bundesliga

Auch Röser, Sessa und Huth ohne Zukunft beim FCK

Hengen gibt Einblick in die Kaderplanung

Auch Röser, Sessa und Huth ohne Zukunft beim FCK

Hat als Sportchef bei Zweitliga-Aufsteiger Kaiserslautern schwierige Entscheidung zu fällen: Thomas Hengen.

Hat als Sportchef bei Zweitliga-Aufsteiger Kaiserslautern schwierige Entscheidung zu fällen: Thomas Hengen. IMAGO/Eibner

Alexander Winkler betonte, es war ihm "eine Ehre" für den FCK zu spielen. Gerne hätte der Innenverteidiger auch in der 2. Liga das Trikot des Traditionsvereins getragen. Doch ein Angebot gab es nicht. "Im Menschlichen tut einem das sehr weh", erläuterte Sportchef Hengen. "In dem Bereich musst du trennen zwischen Empathie, Sympathie, sportlicher Bewertung und Leistungsniveau."

Bei Winkler fiel die Entscheidung auch deshalb schwer, weil der Innenverteidiger mit 27 Einsätzen in der Aufstiegssaison meist fester Bestandteil der ersten Elf war. Doch der FCK muss sich verbessern, um eine Liga höher bestehen zu können.

"Jeder muss aber noch ein paar Prozent zulegen"

"Dass auch unsere Jungs eine gewisse Qualität haben, das wissen wir. Jeder muss aber noch ein paar Prozent zulegen, weil es eben jetzt die 2. Liga ist. Da werden kleinere Fehler schneller bestraft. Dazu müssen wir noch mehr Qualität und Konkurrenzfähigkeit reinbringen", so Hengen. Einige Personalentscheidungen überraschen somit nicht.

Der Vertrag von Lucas Röser, der die vergangene Saison wegen eine Kreuzbandrisses verpasst hat, läuft ohnehin zum 30. Juni aus. Bis dahin darf sich der Angreifer in der Pfalz weiter auf sein Comeback an anderer Stelle vorbereiten. "So eine schwere Verletzung und jetzt die Zweite Liga, das ist für uns nicht realistisch darstellbar", erklärte Hengen.

Auch Anil Gözütok erhält ob der großen Konkurrenz im Mittelfeld kein neues Arbeitspapier ("Wir würden ihm und uns keinen Gefallen tun").

Anders gestaltet sich die Lage bei Nicolas Sessa. Der Vertrag der 26 Jahre alten Frohnatur hat sich durch den Aufstieg zwar verlängert, doch die Aussichten auf Einsatzzeit sind äußerst gering. Schon in der 3. Liga kam der Mittelfeldspieler nur sporadisch zum Einsatz. "Wir gehen offen und ehrlich miteinander um. Er ist immer positiv, aber er muss halt regelmäßig spielen", sagt Hengen.

Auch Marius Kleinsorge, zuletzt an Rot-Weiss Essen ausgeliehen, darf sich trotz Vertrags bis 2023 anderweitig umsehen.

Gleiches gilt für Elias Huth. Der Angreifer war zuletzt an den Halleschen FC verliehen, hat durch den Aufstieg der Lauterer aber wieder einen gültigen Vertrag beim Fritz-Walter-Klub. "Man muss ehrlich miteinander umgehen, sich in die Augen schauen und sagen: Das macht wenig Sinn. Elli ist ein super Junge, hat eine top Einstellung. Warum auch immer hat es hier aber nie funktioniert", sagte Hengen. Während der 25-jährige Torjäger bei seinen Leihstationen in Zwickau und Halle stets einschlug, suchte er sein sportliches Glück in Kaiserslautern seit 2018 vergebens.

"Wir müssen schnell in der Liga ankommen"

Wer die freien Plätze im Team von Dirk Schuster besetzten wird - diese Frage wird sich erst im Laufe der kommenden elf Wochen nach und nach klären. Durch den frühen Saisonstart in der 2. Liga (Ende Juli) finden bis zum Ende des Transferfensters am 1. September schon sechs Ligaspieltage und die 1. Runde im DFB-Pokal statt. Für Klubs wie den FCK, die auf den letzten Drücker auf den ein oder anderen Bundesliga-Spieler hoffen, keine leichte Situation. Zumal Hengen weiß: "Wir müssen schnell in der Liga ankommen und uns an das Tempo und die Intensität gewöhnen. Wir wollten eine Liga höher, jetzt sind wir da und müssen alle nochmal mehr als normal leisten. Weil mit normalen Leistungen wird es nur schwer reichen. Wir müssen wieder eine außergewöhnliche Saison spielen."

Moritz Kreilinger

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