Bundesliga

Gladbachs Trainingsauftakt: Zwei sollen noch gehen, zwei Asse fehlen

Rose, Wolf und Co. legen unter den Augen von 300 Fans los

Gladbachs Trainingsauftakt: Zwei sollen noch gehen, zwei Asse fehlen

Mamadou Doucouré wird von Christoph Kramer geherzt

Er will im Sommer neu angreifen: Mamadou Doucouré (rechts) wird von Christoph Kramer geherzt. imago images

Beim Trainingsauftakt der Fohlen am Dienstag um 11 Uhr dürfen 300 Borussia-Fans mit dabei sein, die sich vorher Freikarten ausdrucken mussten und natürlich die üblichen Corona-Regeln einhalten müssen. "Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Fans wieder beim Training dabei haben dürfen", sagt Sportdirektor Max Eberl. Um Verständnis bittet der Klub dafür, "dass Selfies und Autogramme derzeit nicht möglich sind".

Sehr begehrt wären beim Auftakt natürlich Fotos und Unterschriften von und mit Neuerwerbung Hannes Wolf, der von RB Leipzig kommt. Mit dem vielseitigen Offensivmann, den Marco Rose aus der langjährigen Zusammenarbeit in Leipzig natürlich sehr gut kennt, verschärft sich der Kampf um die Plätze bei den Fohlen. Wegen eines Knöchelbruchs fasste der Österreicher in Leipzig nie so recht Fuß. Unter seinem alten Trainer Rose will er wieder durchstarten und sich in der Bundesliga und natürlich auch in der Champions League beweisen. Bei der Borussia erhält er die Rückennummer elf, die vor ihm "Maestro" Raffael getragen hat. Aber nicht wegen des von den Borussia-Fans enorm geschätzten Brasilianers, "sondern weil ich mit dieser Rückennummer die Youth League gewonnen habe". Das war 2016/17. Mit Salzburg. Mit Marco Rose.

Zwei fest eingeplante Profis werden beim ersten Aufgalopp allerdings noch nicht dabei sein. Marcus Thuram befindet sich derzeit in der Reha, und auch Denis Zakaria wird nach langer Verletzungspause gewiss noch nicht mit der Mannschaft trainieren können. Stattdessen werden fünf Nachwuchsleute aus den eigenen Reihen dabei sein, zudem auch ein Rückkehrer, der die Borussia gleich wieder verlassen soll.

Weil abzusehen war, dass er in Mönchengladbach wenig Spielzeit erhalten würde, wurde Michael Lang vor einem Jahr an Werder Bremen ausgeliehen, wo der Rechtsverteidiger zunächst überzeugte, nachher aber völlig unterging. Bei der Borussia läuft sein Vertrag noch bis 2022, doch es ist klar, dass Lang bei den Fohlen keine Zukunft mehr hat.

Beyer als Back-up für Dauerbrenner Lainer

Anders liegt der Fall bei Jordan Beyer, der in seinem Halbjahr beim HSV vollauf überzeugte, und nun zumindest als Back-up für Dauerbrenner Stefan Lainer rechts in der Viererkette eingeplant ist.

Keine Chance mehr beim Champions-League-Teilnehmer Borussia hat Julio Villalba. Der Stürmer aus Paraguay kam auch wegen mehrerer Verletzungen bei der Borussia nie so richtig zum Zuge.

Dagegen setzt Mamadou Doucouré (22) darauf, endlich die volle Vorbereitung durchzuziehen und sich dann auch dauerhaft für Einsätze in der Bundesliga zu empfehlen. Der Abwehrspieler kam im Sommer 2016 aus der Kaderschmiede von Paris St. Germain, erlebte in Mönchengladbach aber bisher eine unglaubliche Leidenszeit mit immer neuen Rückschlägen in Form von Muskelverletzungen.

Wir werden alles mit Geduld angehen, um keine neue Verletzung zu riskieren.

Mamadou Doucouré

Ende Mai dann endlich mal Licht am Ende des Tunnels für den Verteidiger mit dem ersten Pflichtspiel für die Borussia. Und: Mitte Februar war sein 2021 auslaufender Vertrag vorzeitig verlängert worden, Borussia setzt also weiter auf die Entwicklung des Spielers, der vor seinem Wechsel nach Gladbach als Top-Talent von vielen Klubs gelockt worden war. Und nun? "Wir werden alles mit Geduld angehen, um keine neue Verletzung zu riskieren", sagt der Abwehrmann nach seinem Bundesliga-Debüt dem kicker.

Die Geduld scheint sich zu lohnen. Ab Dienstag will Doucouré sich weiter nachhaltig in Erinnerung bringen. Bleibt er endlich auf Dauer fit und gesund, dann ist er bereit für den nächsten Schritt.

Oliver Bitter

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