Bundesliga

Pizarro: Die Zukunft heißt Fußball

Angebot von Bayern, keins von Bremen

Pizarro: Die Zukunft heißt Fußball

Claudio Pizarro

Kein Fußball-Profi mehr: Claudio Pizarro. imago images

Gewohnt entspannt gab sich Claudio Pizarro am Mittwochnachmittag bei seiner ersten Pressekonferenz als Fußball-Rentner: "Ich fühle mich ganz ruhig", erklärte der 41-Jährige zwei Tage nach seinem Karriereende beim Bremer Relegationserfolg in Heidenheim. "Ich wusste ja, dass das Ende kommt. Ich werde jetzt die Zeit mit der Familie genießen und in Ruhe überlegen, was ich in Zukunft mache." Klar sei nur: "Ich werde mit dem Fußball in Verbindung bleiben."

Ein Job-Angebot des SV Werder für die Zeit nach der aktiven Laufbahn gebe es nicht, so der Publikumsliebling. Sehr wohl aber die Aussicht, eine Botschafterrolle beim FC Bayern zu bekleiden. "Ich finde das interessant", sagt Pizarro, der seinen Lebensmittelpunkt samt Familie ohnehin wieder in München haben wird. Konkret über die Offerte des Rekordmeisters sprechen wolle er aber "erst nach dem Urlaub". Aus Bremen verabschiedet sich der Peruaner mit Dankbarkeit: "Bremen und Werder bedeuten mir sehr viel. Das wird immer auch ein Stück Heimat sein. Ich wurde 1999 sehr gut aufgenommen und bin vier Mal zurückgekommen. Die Verbindung bleibt sehr speziell. Ich kann den Fans, der Stadt und dem Verein nur dankbar sein."

Dass ihm Trainer Florian Kohfeldt in Heidenheim keinen Abschied mehr auf dem Rasen gewähren konnte, nimmt Pizarro gelassen. "Sauer war ich nicht, auch wenn ich natürlich spielen wollte. Aber ich habe mit der Zeit gelernt, dass die Mannschaft das Wichtigste ist. Wir haben unser Ziel erreicht, in der Liga zu bleiben. Das zählt." Er selbst konnte in seinem letzten Jahr sportlich nicht mehr viel beitragen. Dennoch versichert der Oldie: "Ich bereue nicht, dass ich diese Saison noch geblieben bin. Auch wenn viele sagen: Letzte Saison wäre ein guter Zeitpunkt gewesen zum Aufhören. Aber ich hatte noch Lust. Und ich konnte den Jungs auch noch etwas vermitteln für die Zukunft. Deshalb war es richtig." Es ist ein Abschied ohne Misstöne. So wie es Pizarros großartiger Karriere gebührt.

Thiemo Müller

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