Bundesliga

Schalkes Spieler unterstützten David Wagners Mauertaktik

"Es war eine gemeinsame Entscheidung"

Schalkes Spieler unterstützten Wagners Mauertaktik

27 Prozent Ballbesitz: Schalke überließ auch Bayer Leverkusen das Feld.

27 Prozent Ballbesitz: Schalke überließ auch Bayer Leverkusen das Feld. imago images

Schalke-Fans gelten als durchaus geduldig, sie können viel ertragen. Doch bei Spielen wie in Düsseldorf (1:2) oder gegen Bremen (0:1) hätte die Mannschaft sich sicherlich Pfiffe gefallen lassen müssen, wären Zuschauer im Stadion zugelassen gewesen.

Hatte Schalke beim Spiel gegen Augsburg (0:3) am 27. Spieltag noch die Fäden in der Hand behalten (71 Prozent Ballbesitz), staunte man ein paar Tage später nicht schlecht über die S04-Taktik. In Düsseldorf waren es nur noch 33 Prozent Ballbesitz, im Heimspiel gegen Bremen 42 Prozent. Wohlgemerkt gegen zwei Abstiegskandidaten, während man selbst noch um die Europa League kämpfte.

Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass das personell arg gebeutelte Schalke dem Gegner das Feld überließ, so auch zum Beispiel beim 1:1 gegen Leverkusen (27 Prozent Ballbesitz). Doch warum wählte Trainer David Wagner diese Mauertaktik?

Sicherheit geht über alles

"Man kann durchaus kontrovers diskutieren, ob es die richtige Entscheidung war, diesen sehr defensiven Ansatz gegen Düsseldorf und Bremen zu wählen", so der S04-Coach. "Nachdem wir zuvor vier Tore gegen Dortmund und drei gegen Augsburg kassiert und selbst kaum Chancen hatten, brauchten wir vor allem eines: Sicherheit." Wagner habe die Spieler in seine Entscheidung mit einbezogen. "Auch wenn es in keiner Weise unserer Spielphilosophie entspricht, für die wir stehen wollen: Es war eine gemeinsame Entscheidung als Team, für die ich die Verantwortung übernehme."

Geholfen hat es letztlich nichts, den Vereinsnegativrekord nehmen die Knappen mit in die neue Saison. Dass dies mental nicht einfach sei, "ist nicht wegzudiskutieren. Aber Hypotheken sind dazu da, um sie abzubezahlen. Bei mir herrscht die Vorfreude darauf vor, dass es bald wieder losgeht. Wir wollen zeigen, dass wir es besser können. Deutlich besser, als es uns seit Mitte Februar gelungen ist."

Was Wagner zu den angekündigten Sparmaßnahmen, seinen eigenen Fehlern und zur Torwartproblematik rund um Alexander Nübel zu sagen hat, erfahren Sie im großen kicker-Interview in der Montagsausgabe - oder hier im e-Magazine.

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"Der heutige Tag ist eine Zäsur" - Schalkes Entschuldigung und neue Realitätsansprüche

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