Bundesliga

FC Augsburg verpflichtet Strobl, Caligiuri und Gikiewicz

Reuter hofft auf mehr Stabilität durch das Ü-30-Trio

"Starke Charaktere": Augsburg verpflichtet Strobl, Caligiuri und Gikiewicz

Daniel Caligiuri

Einer von drei Neuen beim FCA: Daniel Caligiuri. imago images

Seit Tagen kursieren die Namen der drei Neuzugänge rund um den FCA, nun hat der Klub die Transfers offiziell bestätigt. Der bisherige Gladbacher Strobl sowie der von Schalke verpflichtete Caligiuri erhalten Verträge bis 30. Juni 2023. Gikiewicz, der Union Berlin nach zwei Jahren verlässt, bekommt einen Kontrakt bis 30. Juni 2022.

Reuter: "Drei starke Charaktere"

"Wir freuen uns, dass wir mit den Dreien nicht nur Spieler mit enormer sportlicher Qualität für unseren FCA gewinnen konnten, sondern auch starke Charaktere, die in ihren Klubs wichtige Positionen und Führungsrollen übernommen haben", sagt FCA-Manager Stefan Reuter. "Wir sind uns sicher, dass sie unserer Mannschaft durch ihre Mentalität auf und neben dem Platz sehr gut tun werden."

Strobl: "Mithelfen, die tolle Entwicklung des FCA fortzusetzen"

Der gebürtige Münchner Strobl, dessen Familie in der Nähe von Augsburg wohnt, freut sich nach zuletzt vier Jahren bei Borussia Mönchengladbach auf eine Rückkehr in den Süden Deutschlands: "Der FC Augsburg hat in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung genommen. Das habe ich immer sehr interessiert verfolgt. Daher freue ich mich, dass ich nun selbst das FCA-Trikot überziehen und mithelfen kann, dass diese Entwicklung mindestens genauso erfolgreich fortgesetzt wird", so Strobel auf der Vereinswebsite der Augsburger.

Gikiewicz: "Die Umstellung wird mir schnell gelingen"

Gikiewicz war in den letzten Jahren nicht nur ein Garant für den Aufstieg von Union Berlin in die Bundesliga, sondern auch für den Klassenerhalt der Eisernen in der gerade abgelaufenen Saison: "Ich hatte eine unheimlich schöne und erfolgreiche Zeit bei Union Berlin. Doch jetzt freue ich mich auf ein neues und hoffentlich ebenfalls erfolgreiches Kapitel in meiner Laufbahn. Ich bin mir sicher, dass mir die Umstellung schnell gelingen wird, denn Union und FCA ticken in vielen Punkten ähnlich", so der polnische Torwart.

Caligiuri: "Die Mentalität des FCA passt gut zu meiner Spielweise"

Und auch für Caligiuri beginnt mit dem Wechsel zum FCA ein neues Kapitel: "Die Gespräche mit den Verantwortlichen um Heiko Herrlich und Stefan Reuter haben mich überzeugt und mir von Anfang an das Gefühl gegeben, dass meine Qualitäten hier gefragt sind. Ob mit Freiburg, Wolfsburg oder Schalke, es war immer sehr unangenehm gegen den FCA zu spielen. Ich bin sicher, dass diese Mentalität sehr gut zu meiner Spielweise passt."

Mit diesen drei Transfers reagiert der FCA auf eine Saison, die trotz des Klassenerhalts unbefriedigend war. Beim großen Umbruch vor einem Jahr hat Reuter den Kader verjüngt, nun nimmt er eine Kurskorrektur vor. Die Verpflichtung von drei Ü-30-Profis wirkt auf den ersten Blick nicht gerade innovativ. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch die gestandenen Kräfte aber mehr Stabilität, fußballerische Klasse sowie Führungspersönlichkeiten auf dem Platz.

Ein Mangel an solchen wurde als Ursache für die vielen Aussetzer und schwer erklärbaren Schwankungen in den zurückliegenden Monaten ausgemacht. Bereits am Samstag nach dem 1:2 gegen Leipzig hatte Reuter Konsequenzen und personelle Veränderungen angekündigt. Nun sind die ersten Entscheidungen gefallen. Weitere werden folgen (müssen).

David Bernreuther

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