Bundesliga

Hoeneß: "Man kann jetzt nicht von Bayern erwarten, dass sie nur halbtags arbeiten"

Ehrenpräsident fordert die Konkurrenz auf

Hoeneß: "Man kann jetzt nicht von Bayern erwarten, dass sie nur halbtags arbeiten"

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Herbert Hainer freuen sich über die nächste deutsche Meisterschaft des FC Bayern.

Gute Laune: Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Herbert Hainer freuen sich über die nächste deutsche Meisterschaft des FC Bayern. imago images

Angesichts der achten Bayern-Meisterschaft nacheinander und dem 30. nationalen Liga-Titel insgesamt forderte der im November 2019 von Herbert Hainer als Präsident abgelöste Uli Hoeneß die direkte Konkurrenz dazu auf, "sich einfach noch mehr anzustrengen" für einen spannenden Bundesliga-Titelkampf in Zukunft.

Der Ehrenpräsident des FCB ergänzte sogar noch etwas. "Man kann jetzt nicht von den Leuten vom FC Bayern erwarten, dass sie nur halbtags arbeiten, damit die Bundesliga wieder spannend wird", sagte Hoeneß am Sonntagabend in der Sendung "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Fernsehens und prophezeite an die Adresse der in dieser Saison wieder mal erfolglosen Bayern-Jäger wie Borussia Dortmund oder RB Leipzig: "Es wird für die anderen auch in Zukunft schwierig werden, uns da oben runterzuholen. Denn der FC Bayern ist auch in dieser Krise gut gerüstet für die Zukunft."

"Wenn die Corona-Krise vorbei ist ..."

Darüber hinaus äußerte sich der 68-jährige Hoeneß auch in der derzeit geführten Debatte rund um eine Gehaltsobergrenze, wie sie offenbar der FC Schalke 04 als erster Bundesligist künftig einführen will (Grenze von 2,5 Millionen Euro im Jahr). Seine Einschätzung: Er hält das nicht für durchführbar: "Die Gehaltsobergrenze können sie vergessen. Das führt uns nicht weiter, das sind alles scheinheilige Diskussionen."

In der Bundesliga müsse man vielmehr versuchen, nach dem Abschluss des neuen Fernsehvertrages für die vier Spielzeiten von 2021 bis 2025 "eine gerechte Verteilung der Fernsehgelder zu machen". Wie diese aussehen könne, erläuterte Hoeneß indes nicht. Der langjährige Vordenker der Liga erwartet in jedem Fall keinen langfristigen Einbruch der Einnahmen: "Wenn die Corona-Krise vorbei ist, wird der Fußball wieder prosperieren."

mag/dpa

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