Bundesliga

Reuter: "Wir hatten Phasen, die uns zu denken geben"

Augsburgs Manager will die Saison kritisch aufarbeiten

Reuter: "Wir hatten Phasen, die uns zu denken geben"

Stefan Reuter

Kündigt eine kritische Saison-Analyse an: Augsburgs Macher Stefan Reuter. imago images

Wir müssen die Situation in aller Ruhe analysieren, weil wir ein Stück weit nicht zufrieden sein können, so auf den letzten Drücker die Klasse zu halten", betonte Reuter am Samstag. Deshalb seien Veränderungen in der Sommerpause nötig. "Es gilt, sich Gedanken zu machen, was wir verbessern können, um im nächsten Jahr mehr gute Spiele abzuliefern. Wir hatten Phasen, die uns zu denken geben."

Augsburg kassierte insgesamt vier Niederlagen mit je fünf Gegentoren, stürzte nach der Winterpause in der Tabelle ab und spielte mit nur 13 Punkten die schlechteste Rückrunde seit dem Aufstieg in die Bundesliga 2011. "Wir werden die Saison und die ganzen letzten Jahre analysieren, weil es unheimlich anstrengend und nervenaufreibend ist, wenn du immer bis Saisonende um den Klassenerhalt kämpfst", kündigte Reuter an.

Dem Trainer stärkt der Manager den Rücken: "Großes Kompliment an Heiko Herrlich, wie er die Mannschaft in einer extrem schwierigen Phase übernommen und für Stabilität gesorgt hat." Herrlich festigte zwar die Defensive und löste somit ein Kernproblem. Der Punkteschnitt nach dem Trainerwechsel ist mit neun Zählern aus neun Partien (1,00) allerdings schlechter als unter Vorgänger Martin Schmidt, der in dieser Saison 27 Punkte aus 25 Spielen geholt hatte (1,08).

Verstärkungen: Strobl, Gikiewicz - und höchstwahrscheinlich Caligiuri

Personelle Veränderungen im Kader sind notwendig, um das Team auf Kurs zu bringen. "Ich habe großes Vertrauen in die Verantwortlichen. Sie werden uns sicherlich noch ein paar Qualitätsspieler und Führungsspieler dazuholen", sagte Rani Khedira bei Sky. Erfahrene Neuzugänge sollen in der kommenden Saison für mehr Stabilität sorgen. Sechser Tobias Strobl (30) kommt aus Gladbach, Keeper Rafal Gikiewicz (32) von Union Berlin, mit Schalkes Daniel Caligiuri (32) sind nur noch Details zu klären.

Reuter kommentiert diese Namen weiterhin nicht. Er sagt aber: "Wir alle wissen, dass viel Arbeit vor uns liegt, um hoffentlich eine deutlich beruhigtere Saison spielen zu können." Die Schwankungen und das große Zittern sollen in Augsburg der Vergangenheit angehören. Keine leichte Aufgabe für Reuter, Herrlich und Co.

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