Bundesliga

David? Maina? Borussia Mönchengladbach und die Corona-Realität

Was an den vielen Transfergerüchten dran ist

David? Maina? Gladbach und die Corona-Realität

Jonathan David

Einer von vielen, die mit einem Wechsel nach Gladbach in Verbindung gebracht werden: Jonathan David. picture alliance

In den vergangenen Tagen dürften Borussias Anhänger häufiger ins Träumen geraten sein ob der Nachrichten, die die Runde machten. Von einer Gladbacher 25-Millionen-Euro-Offerte für das kanadische Ausnahmetalent Jonathan David (20, KAA Gent) war da die Rede oder von einem Angebot über acht bzw. sogar neun Millionen Euro für Hannovers Linton Maina (21). Namen, die sich unter sportlichen Gesichtspunkten interessant anhören für einen Verein wie die Borussia. Und doch ist davon auszugehen: Weder David noch Maina wird in der kommenden Saison das Fohlentrikot tragen.

Eine Goldgräberstimmung wird in Gladbach nämlich nicht mal eine Champions-League-Teilnahme auslösen. Selbst wenn die Verantwortlichen betonen, dass es der Klub "stabil" durch diese schwierige Phase schaffe: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind schon heute schwerwiegend (ein Minus in Höhe von bis zu 13 Millionen Euro) und für die Zukunft noch unabsehbar.

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David Jonathan

25 Millionen für David? Utopisch, wenn man Eberl zugehört hat

Deshalb verwies Max Eberl in den vergangenen Wochen und Monaten zigfach auf eine "neue Realität im Fußball", "die ernste Lage für die Branche" und sagte auch in Bezug auf den Transfermarkt: "Es gab einen Fußball vor Corona - und es gibt einen nach Corona." 25 Millionen Euro für David? Utopisch für Gladbach, wenn man Eberl zugehört hat. Auch das angebliche Maina-Angebot passt nicht zu den Aussagen des Sportdirektors und der neuen Corona-Realität.

Bei der Suche nach Verstärkungen seien "Kreativität" und "schlaue Wege" gefragt, betonte Eberl zuletzt. Das trifft sicherlich auch auf die Personalie Hannes Wolf (21) von RB Leipzig zu, der sich definitiv auf dem Gladbacher Radar befindet. Das Problem: Nach kicker-Informationen ist für Leipzig ein Leihgeschäft, das die Fohlen finanziell am ehesten umsetzen könnten, nicht die Wunschlösung. Über eine Leihe sollen die Borussen zudem im Fall von Marko Grujic (24) nachdenken, der bis Saisonende vom FC Liverpool an Hertha BSC verliehen ist. Das wird in serbischen Medien berichtet.

Jan Lustig

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