Bundesliga

RB Leipzigs Finanz-Vorstand Hopp: "Von Schenkung kann keine Rede sein"

RB Leipzig: Aus 100 Millionen Schulden wird Eigenkapital

Hopp: "Von Schenkung kann keine Rede sein"

RB Leipzig

Auf elegantem Weg Schulden abgebaut: RB Leipzig. imago images

Aus dem jetzt öffentlichen Jahresabschluss für die Saison 2018/19 geht hervor, dass die Red Bull GmbH Darlehens-Forderungen in Höhe von 100 Millionen Euro "in die Kapitalrücklage der RasenBallsport Leipzig GmbH zum 1. Mai 2019 eingebracht und die dahingehende Forderung an die Gesellschaft abgetreten" habe.

Bei der Gründung der GmbH hatte der österreichische Konzern, der 99 Prozent an selbiger hält, lediglich 2,5 Millionen Euro an Stammkapital einbezahlt. Die jetzt erfolgte Erhöhung des Eigenkapitals soll den Klub krisenfester machen. Die Red Bull GmbH erhält im Gegenzug einen Vorab-Dividendenanspruch von jährlich rund 1,5 Millionen Euro.

"Wir wollten unserer rasanten und erfolgreichen Entwicklung Rechnung tragen und durch die Aufstockung der Kapital-Rücklage den Verein krisenfester für die Zukunft machen", so Finanz-Vorstand Florian Hopp zum kicker: "Es ist eine rein technische Umwandlung, von einer Schenkung kann keine Rede sein." Auch vergrößere sich dadurch nicht der finanzielle Spielraum. Die Gesellschafter-Versammlung kann zudem eine Rückumwandlung veranlassen.

Durch die Maßnahme hat RB Leipzig bei der Red Bull GmbH noch 86 Millionen Schulden. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018/19 stieg bei RB um über 50 Millionen auf knapp 270 Millionen Euro. Aber auch die Ausgaben wuchsen und liegen nun bei 265 Millionen Euro. So seien allein die Gehälter im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent auf insgesamt 120 Millionen Euro angestiegen. Der Jahresüberschuss liegt bei 1,6 Millionen Euro.

Oliver Hartmann

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