2. Bundesliga

Matarazzo: "Ein dreckiger Sieg"

Stuttgart legt in Dresden ohne den angeschlagenen Didavi nach

Matarazzo: "Ein dreckiger Sieg"

Pellegrino Matarazzo

Zuversichtlich und zufrieden, aber noch nicht restlos überzeugt. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. imago images

Die Schwaben und ihre zwei Gesichter. Auch in Dresden konnte der Aufstiegsanwärter nicht durchweg überzeugen. Einer besseren 1. Halbzeit mit einer 1:0-Führung folgte eine mühsame 2. Hälfte. Trotzdem überwiegt die Zufriedenheit bei Matarazzo, dessen Team erstmals nach drei Auswärtsniederlagen wieder auf fremden Platz erfolgreich war. "Wir sind gut ins Spiel gekommen und verdient in Führung gegangen", sagt der Chefcoach, der dennoch Grund zu verhaltener Kritik hat. "Wir sind dann leider in den Verwaltungsmodus gefallen und haben die eine oder andere gefährliche Möglichkeit zugelassen."

Anders als so oft in jüngster Vergangenheit wurden die Stuttgarter für ihr Zurückschalten diesmal nicht bestraft. Dresden kam zwar immer wieder gefällig durch, aber kaum zu wirklich aussichtsreichen Chancen. "Es ist wichtig, solche Spiele auch dreckig zu gewinnen. Das war sicher nicht unsere beste Leistung, aber wir haben zu null gewonnen. Das tut uns gut", meint Matarazzo, der gegen die Sachsen auf Daniel Didavi verzichten musste.

Didavi: Schlag auf das Knie bekommen

Der Offensivmann, der bisher zu den Stärksten im Kader gehörte, fehlte zuletzt gelbgesperrt gegen den HSV und jetzt auch in Dresden. "Er hat einen Schlag aufs Knie bekommen und konnte nicht spielen." Nichts, was den Stuttgarter Trainer aus der Ruhe bringt. "Die Breite unseres Kaders tut uns gut", erklärt Matarazzo. "Wir haben viele Optionen für die Startaufstellung und für die Einwechslungen. Vor ein paar Spieltagen war das noch anders."

Bis vor zwei Spieltagen sahen auch die Perspektiven des Traditionsklubs weniger hoffnungsfroh aus. Die beiden Niederlagen nach dem Re-Start in Wehen Wiesbaden (1:2) und Kiel (2:3) hatten die auf Platz drei abgerutschten Stuttgarter massiv unter Druck gesetzt. Der Last-Minute-Sieg gegen Hamburg (3:2) hat alles verändert. "Es ist Energie freigesetzt worden", so der US-Italiener mit Blick auf den vergangenen Donnerstag. "Diese umzusetzen, liegt an uns." In Dresden klappte es. Wenn auch etwas glanzlos.

George Moissidis